Matrix Revolutions

Science-Fiction | USA 2003 | 129 Minuten

Regie: Andy Wachowski

Letzter Teil der Trilogie um einen jungen Mann, der seine Welt als ein Illusionen vorgaukelndes Computerprogramm erkennen musste und nun endgültig zum Erlöser einer von Maschinen unterjochten und einem zerstörerischen Programm bedrohten Menschheit wird. Aufwändiges Actionspektakel, dessen anfänglich noch reizvolle Konzeption nun nicht mehr als tragfähige Koordinaten eines spielerisch-anregenden Konzepts mit philosophischen Anklängen taugt. Unter deutlich erkennbaren kommerziellen Vorzeichen werden lediglich die äußeren Hauptfäden in episodischer Struktur weitergesponnen, wobei sich die Fortsetzung zugunsten eines bombastischen Kriegs- und Kampfgetümmels der gedanklichen Vielfalt weitgehend entledigt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE MATRIX REVOLUTIONS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2003
Regie
Andy Wachowski · Larry Wachowski
Buch
Andy Wachowski · Larry Wachowski
Kamera
Bill Pope
Musik
Don Davis
Schnitt
Zach Staenberg
Darsteller
Keanu Reeves (Neo/Thomas Anderson) · Carrie-Anne Moss (Trinity) · Hugo Weaving (Agent Smith) · Laurence Fishburne (Morpheus) · Jada Pinkett-Smith (Niobe)
Länge
129 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Science-Fiction

Heimkino

Die Doppel-DVD enthält, neben einigen wenig hintergründigen, effektvoll spielerischen Werbe-"Making of's, ein Feature mit Storyboards. Die Einzel-DVD (Verleihfassung) hat keine bemerkenswerten Extras. Nachdem vor allem die DVD-Ausgaben zu Teil 2 und 3 der monumentalen SF-Saga hinter den Erwartungen zurückblieben, hat Warner die gesamte Trilogie sowie die dazugehörige Trickfilmanthologie "Animatrix" zu einer Box zusammengefasst und mit sechs Bonus-DVDs ergänzt. Die "Ultimate Collection" präsentiert dabei auch die Filme selbst in einem neuen, von den Regisseuren abgesegneten Transfer, der für eine mitunter noch brillantere Bildqualität verantwortlich zeichnet als in den bisherigen Veröffentlichungen. Der an sich schon annähernd mustergültigen Edition des ersten Teils wurden noch zwei weitere Audiokommentare hinzugefügt: Auf dem ersten sind die Philosophen Dr. Cornel West und Ken Wilber zu hören, die sich mit den metaphysischen und existenzialistischen Implikationen des Films beschäftigen. Der zweite Audiokommentar mit den Filmkritikern John Powers (Vogue), Todd McCarthy (Variety) und David Thomson (Autor des "New Biographical Dictionary of Film") betrachtet hingegen die Rezeptionsgeschichte sowie die filmischen Aspekte des Werks. Der Audiokommentar der Hauptdarstellerin Carrie-Anne Moss, des Cutters und des Komponisten sind weiterhin nur auf der amerikanischen Einzel-DVD erhältlich (siehe auch DVD-Eintrag unter "Matrix"). Die ebenfalls als Bonus-DVD beigegebene, bereits separat käufliche "Matrix - Rückblicke, Einblicke, Ausblicke" komplettiert mit seinen Analysen und Dokumentationen den erschöpfenden Blick auf das Original von 1999. Zum zweiten und dritten Teil sind ebenfalls die Audiokommentare der Philosophen und der kritisch argumentierenden Kritiker zuschaltbar. Die umfangreichen Extras der bereits veröffentlichten Doppel-DVD von "Matrix Reloaded" wurden neu konzipiert und sind ausführlicher. So bietet die Analyse der "Autoverfolgungssequenz" noch weiteres Hintergrundmaterial und geht genauer auf die Macher (Hintergrundfeatures zur Stuntmencrew) ein. Auf der achten Bonus-DVDs beschäftigen sich weitere Kritiker, Philosophen und Filmhistoriker mit dem "Matrix"-Universum und unterbreiten dem Interessierten mannigfaltige Deutungen in dem abendfüllenden Feature "Die Wurzeln der Matrix". DVD neun betrachtet in "Die Burly Man Chroniken" die Produktion des Computerspiels "Enter the Matrix"; DVD zehn rundet mit "Die Archive Zions", die eine Fülle von Storyboards, Trailern, Musikvideos und Konzept-Animationen enthalten, die referenzwürdige Edition ab. Die am 7.12.2004 erschienene referenzwürdige Ultimate Collection mit der Trilogie sowie der Animations-Anthologie "Animatrix" ist mit dem Silberling 2004 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Manche Dialogsätze könnte man in Stein meißeln und als Pretiosen auf einem Devotionalienmarkt den „Matrix“- Freaks feilbieten: „Ein geschriebenes Programm muss seinen Zweck erfüllen, sonst wird es gelöscht.“ – „Ein Programm, das von Liebe spricht? Liebe ist nur ein Wort; es geht darum, es mit Bedeutung zu füllen!“ – „Ein gefährliches Spiel! Das ist Veränderung immer.“ Doch mit ein wenig Distanz zum gewiss immer noch perfekt dargebotenen Actionspektakel kann man solche vermeintlich tiefschürfenden und abgründigen Aussagen lediglich als Kalenderweisheiten ansehen, nicht aber als tragfähige Koordinaten eines spielerisch-anregenden Konzepts mit philosophischen Anklängen, als das „Matrix“ nach dem ersten Teil (fd 33 720) erschienen war. Vom Ende her betrachtet, ist „Matrix“ denn auch weniger eine in sich schlüssige Trilogie mit einem Netz aus Referenzen und Verknüpfungen, sondern lediglich ein reizvoller Erfolgsfilm mit zwei Fortsetzungen, die unter deutlich erkennbaren kommerziellen Vorzeichen die äußeren Hauptfäden des ersten Films weiterspinnen, sich dabei aber deren gedanklicher Vielfalt als überflüssigen Ballast weitgehend entledigen. War bereits die erste Fortsetzung „Matrix Reloaded“ (fd 35 974) ein übersteigertes, letztlich aber redundantes Spiel mit den vertraut gewordenen Effekten, ist die Handlung in „Matrix Revolution“ endgültig nur noch eine lästige Pflichtübung, die dem Jonglieren m

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