Mystic River

Krimi | USA 2003 | 138 Minuten

Regie: Clint Eastwood

Im Arbeiterviertel von Boston erleben in den 1970er-Jahren zwei kleine Jungen, wie ihr Freund in ein Auto gezerrt und entführt wird. 25 Jahre später stehen die drei auf verschiedenen Seiten des Gesetzes, als die Tochter eines der drei Männer ermordet wird und im Zuge der Ermittlungen die Schatten der Kindheit wieder hoch kommen. Die nach einem Krimi-Bestseller entstandene psychologische Studie über Gewalt, einen frühen Schock mit späten Folgen und verschiedene Formen von Freundschaft und Familienbande bezieht ihre innere Spannung weniger aus den kühl und kompliziert montierten Handlungssträngen als aus den subtil dargestellten Emotionen der hervorragend dargestellten Hauptfiguren. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MYSTIC RIVER
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2003
Regie
Clint Eastwood
Buch
Brian Helgeland
Kamera
Tom Stern
Musik
Clint Eastwood · Lennie Niehaus
Schnitt
Joel Cox
Darsteller
Sean Penn (Jimmy Markum) · Tim Robbins (Dave Boyle) · Kevin Bacon (Sean Divine) · Laurence Fishburne (Whitey Powers) · Marcia Gay Harden (Celeste Boyle)
Länge
138 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Krimi | Drama

Heimkino

Zwar können weder der Audiokommentar der Darsteller Kevin Bacon, Laurence Fishburne und des Autors Dennis Lehane noch die zwei Werbe-"Making of's" überzeugen, jedoch sind allein die insgesamt etwa 110-minütigen Interview-Sessions mit Regisseur Eastwood und den Darstellern Tim Robbins und Kevin Bacon auszeichnungswürdig. Die Edition ist mit dem Silberling 2004 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Es ist schon erstaunlich, dass ein routinierter Regisseur, der im besten Sinne altmodische Filme, also Filme ohne besondere Kamera-Bewegungen, Spezialeffekte oder schnelle Schnitte, dreht, trotzdem immer wieder überraschen kann. Das Neue an „Mystic River” ist, dass Clint Eastwood (Jhrg. 1930) nicht eine Hauptfigur geradlinig verfolgt, sondern gleich drei – und dass keiner wirklich im Mittelpunkt steht. Auch hat er den Krimi-Bestseller von Dennis Lehane nicht geradlinig als typischen Psychothriller angelegt, sondern als einen Film mit vielen Widerhaken, in dem unterdrückte Gefühle und Erinnerungen die wahren Spannungstreiber sind – vor allem bei den Männern. Als Kinder waren Dave, Sean und Jimmy ein Herz und eine Seele – bis sie bei einem Dumme-Jungen-Streich in ihrem Bostoner Arbeiterviertel erwischt wurden, wie sie ihren Namen in den frischen Zement in die Straße schrieben. Einer von ihnen, Dave, wurde daraufhin von einem Mann, der wie ein Polizist auftrat, in ein Auto gezerrt, entführt und wahrscheinlich vergewaltigt. Was genau geschah, erfäh

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