Rot und Blau (2003)

- | Deutschland 2003 | 122 Minuten

Regie: Rudolf Thome

Eine junge Frau kommt mit der Erbschaft ihres verstorbenen Vaters nach Berlin und findet Aufnahme bei ihrer Mutter, einer Architektin, die längst eine eigene Familie gegründet hat und, kurz vor ihrem 50. Geburtstag, in einer Lebenskrise steckt. Eine einfache Geschichte mit märchenhaften Zügen, angesiedelt im modischen Ambiente des gehobenen Bürgertums, basierend auf Zufällen und einem affektierten Personal, was zur Polarisierung des Publikums führen dürfte. Unübersehbar ist die lässige Meisterschaft des Erzählens: Souverän und augenzwinkernd zugleich zieht Rudolf Thome die Fäden und verknüpft sie miteinander, wobei eine subtile Auseinandersetzung mit Lebensstilen, -einstellungen und -haltungen entsteht. (Erster Teil von Thomes "Zeitreisen"-Trilogie, die mit "Frau fährt, Mann schläft", 2004, fortgeführt wird.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2003
Regie
Rudolf Thome
Buch
Rudolf Thome
Kamera
Michael Wiesweg
Schnitt
Dörte Völz
Darsteller
Hannelore Elsner (Barbara Bärenklau) · Serpil Turhan (Ilke) · Hanns Zischler (Samuel Eisenstein) · Karl Kranzkowski (Gregor) · Adriana Altaras (Samantha)
Länge
122 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0 (DVD)
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Mit einem Koffer voller Geld, der Erbschaft ihres verstorbenen Vaters, kommt Ilke auf der Suche nach ihrer Mutter mit dem Zug nach Berlin. Der Detektiv Samuel Eisenstein soll der jungen Frau dabei helfen. Während sie sich in Berlin einrichtet, wird die Mutter rasch und problemlos gefunden. Barbara Bärenklau ist verheiratet, hat zwei Kinder, wird demnächst 50; ihr Architekturbüro hat schon bessere Zeiten gesehen. Sie ist dabei, Dinge, die sie an ihre Vergangenheit erinnern, zu vernichten, was man für etwas exzentrisch halten mag oder aber für ein Indiz der Krise. Die erste persönliche Begegnung zwischen Mutter und Tochter steht unter keinem guten Stern: Barbara rutscht aus und bricht sich das Bein, was Ilke nur halb ironisch als „Strafe Gottes“ empfindet, weil ihre Mutter sich nicht um sie gekümmert hat. Barbara wird später darauf bestehen, diese Einschätzung zu teilen. Ilkes Integration in Barbaras Familie scheint problemlos zu gelingen, zumal Ilke Barbaras Mann Gregor schon früher begegnet war. Ein weiterer Zufall sorgt für zusätzlichen „Drive“ in der Ge

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