Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre

Horror | USA 2003 | 98 Minuten

Regie: Marcus Nispel

Remake von Tobe Hoopers ebenso legendärem wie fragwürdigem Slasher-Klassiker "Blutgericht in Texas" (1974), bei dem erneut eine kannibalistische Farmerfamilie im Mittelpunkt steht, die in einer entlegenen Region in Texas Jugendliche abschlachtet. Nur eine junge Frau entkommt dem Grauen. Der äußerst blutige, technisch versierte Horrorfilm erreicht nie die verstörende Wirkung des Originals, weil er sich zwar für eine sehr drastische, dabei aber ausgesucht "kulinarische" Bebilderung der Gewalt entscheidet, die sich ebenso spekulativ wie "postmodern" dem heutigen Kinopublikum anbiedert, auf doppelbödige Stimmungen, Zwischentöne und nachhaltige Verunsicherung aber demonstrativ verzichtet.

Filmdaten

Originaltitel
THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2003
Regie
Marcus Nispel
Buch
Scott Kosar
Kamera
Daniel Pearl
Musik
Steve Jablonsky · Wayne Bell · Tobe Hooper
Schnitt
Glen Scantlebury
Darsteller
Jessica Biel (Enin) · Jonathan Tucker (Morgan) · Erica Leerhsen (Pepper) · Mike Vogel (Andy) · Eric Balfour (Kemper)
Länge
98 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18; nf
Genre
Horror

Heimkino

Verleih DVD
Paramount
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Diskussion
Dieser Film ist nicht als Sequel, sondern vielmehr als eine Hommage an das Original von 1974 angelegt, bei der der Videoclip-Regisseur Marcus Nispel Regie führte. Tobe Hoopers Slasher-Klassiker „Blutgericht in Texas“ (fd 20 920) genießt als „härtester Schockfilm der Welt“ durchaus zu Recht Kultstatus, was allerdings auch damit zu tun hat, dass der Film jahrelang indiziert, zensiert oder verboten und nur mit einigem Aufwand zugänglich war. Zugleich aber wurde der Film in die Filmsammlung des New Yorker „Museum Of Modern Art“ aufgenommen. Wie Hitchcocks „Psycho“ (fd 9570) und Demmes „Das Schweigen der Lämmer“ (fd 28 838) griff Hooper einige Motive des authentischen Mordfalls um den kannibalistischen Farmer Ed Gein auf, um daraus ein prägnantes und äußerst wirkungsvolles Experiment in Sachen atmosphärischen Terrors zu kreieren. Das Remake folgt dem Original in der Handlung, setzt aber entscheidende Akzente anders und

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