Eine Affäre in Paris

Komödie | Frankreich/USA 2003 | 118 Minuten

Regie: James Ivory

Eine Amerikanerin fährt nach Paris, um ihrer schwangeren Schwester beizustehen, die ihre Ehe mit einem Franzosen auflösen will. Erschwert wird die Scheidung durch ein teures Gemälde, aber auch eine verzwickte Affäre mit dem Onkel des Ehemanns. Adaption eines aktuellen Bestsellers, die die zeitgenössischen Bezüge bis zur Unkenntlichkeit verkürzt. Der Reiz, aber auch eine gewisse Konturlosigkeit der exquisit ausgestatteten Komödie liegt in der flanierenden Bewegung, die durch Filmzitate, kulturelle Klischees und das Spiel der hervorragenden Darsteller geleitet wird, ohne dass sich die in mehrere Strängen verästelnde Handlung auf einen Nenner herunterbrechen ließe. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
LE DIVORCE
Produktionsland
Frankreich/USA
Produktionsjahr
2003
Regie
James Ivory
Buch
Ruth Prawer Jhabvala · James Ivory
Kamera
Pierre Lhomme
Musik
Richard Robbins
Schnitt
John David Allen
Darsteller
Kate Hudson (Isabel Walker) · Naomi Watts (Roxeanne de Persand) · Melvil Poupaud (Charles-Henri de Persand) · Thierry Lhermitte (Edgar Cosset) · Glenn Close (Olivia Pace)
Länge
118 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Komödie | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Fox (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Als Einstieg in eine Verfilmung ihrer Pariser Abenteuer empfiehlt die amerikanische Ich-Erzählerin aus Diane Johnsons zeitgenössischem Roman „Le Divorce“ Aufnahmen, die den Ort des Geschehens „durch klischeehafte Bilder als typisch französisch“ etablieren. Eine Anregung, die Regisseur James Ivory in seiner Adaption des Bestsellers aufgreift, ohne sich jedoch auf eine simple Unterhaltungskomödie zu beschränken, die sich an der Komik aufeinanderprallender Stereotypen weidet. Stattdessen packt Ivory die reiseführergerechte Landesmentalität in seinem Vorspann zu luftiger Bistro-Musik in charmante Zeichnungen aus dem Zitatenschatz des französischen Kinos. Schon hier deutet sich an, dass der Regisseur sich keineswegs damit begnügen möchte, die kulturellen Klischees der Vorlage zu adaptieren, sondern vielmehr versucht, deren dezidierte Benennung zu inszenieren. Denn die Romanautorin gestaltet ihre Isabel als einen emanzipierten Gegenentwurf zu Henry James’ Isabel Archer aus „The Portrait of a Lady“ (fd 32 327) im Spannungsfeld widersprüchlicher, aber doch auch k

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