Last Samurai

Historienfilm | USA/Neuseeland/Japan 2003 | 154 Minuten

Regie: Edward Zwick

Japan im Jahr 1876: Im Zuge der Meiji-Reform, die eine Modernisierung des Staates einleiten soll, gerät der amerikanische Militärberater des Kaisers, ein traumatisierter und desillusionierter Captain, der im Bürgerkrieg und in den Indianerkriegen kämpfte, in die Gefangenschaft der rebellierenden Samurai, die um die alten Werte, aber auch um ihre Privilegien fürchten. Im Lauf eines Winters nähert er sich der fremden Kultur und seinen Bewachern an, findet zu sich und überwindet sein Trauma. Exzellentes Unterhaltungskino mit traumhaften Bildern. Die vielschichtige Geschichte ist geprägt von Offenheit und Sympathie für eine fremde Kultur und prangert zugleich - wenn auch mit den sanften Mitteln Hollywoods - die eigenen Verbrechen an. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE LAST SAMURAI
Produktionsland
USA/Neuseeland/Japan
Produktionsjahr
2003
Regie
Edward Zwick
Buch
John Logan · Edward Zwick · Marshall Herskovitz
Kamera
John Toll
Musik
Hans Zimmer · Blake Neely · Geoff Zanelli
Schnitt
Victor Dubois · Steven Rosenblum
Darsteller
Ken Watanabe (Katsumoto) · Tom Cruise (Nathan Algren) · Billy Connolly (Zebulon Gant) · Tony Goldwyn (Colonel Bagley) · Masato Harada (Omura)
Länge
154 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Historienfilm

Heimkino

Die umfangreichen Extras beinhalten u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs sowie ein kommentiertes Feature mit im Film nicht enthaltenen Szenen (7 Min.).

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
„Es heißt, Japan sei durch das Schwert entstanden, erbaut durch ein paar tapfere Männer.“ Der epische Ton des Erzählers macht gleich in den ersten Sekunden klar, dass hier an die archaischen Tugenden einer weit zurückliegenden, von einer Kriegerkaste dominierten Vergangenheit erinnert werden soll. „Last Samurai“ ist ein Film, der fragt, was einen Helden überhaupt zum Helden macht; und die Antworten, die er darauf gibt, sind uneindeutiger als man vermuten möchte. Daran allerdings, dass man Helden braucht – und auch dies ist bezeichnend für die Tendenzen des Gegenwartskinos –, lässt der Film keinen Zweifel. Bereits Edward Zwicks letzter Film „Ausnahmezustand“ (fd 33 478) konfrontierte das US-Publikum sowohl mit einigen unangenehmen Seiten der eigenen Geschichte und Gegenwart als auch mit einer (gemessen an den Regeln des Mainstream-Kinos) ambivalenten Form der Fremdheitserfahrung. Damals ging es um eine Attentat-Serie in New York und deren Folgen, vor allem für die arabischstämmige US-Bevölkerung. In der Rückschau ist der Film geradezu prophetisch, nimmt er doch die Ereignisse des 11.September 2001 und den daraufhin ausgerufenen „War against Terror“ präzise vorwegnimmt. In Zwicks neuem Film steht die Begegnung eines Amerikaners mit

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