Unterwegs nach Cold Mountain

Drama | USA 2003 | 154 Minuten

Regie: Anthony Minghella

Während des amerikanischen Bürgerkriegs desertiert ein Soldat aus Liebe zu einer jungen Frau, die er nicht vergessen kann, aus der Armee der Konföderierten und tritt zu Fuß den langen Heimweg durch ein vom Krieg heimgesuchtes Land an. Ein mit überwältigenden Szenerien und überproportionierten Gefühlen befrachteter Film, der unter seinem allzu hohen Anspruch, Apokalypse und Romanze zu vereinen, sowie unter seiner geringen historischen Verbindlichkeit das angestrebte Ziel eines großen Kino-Epos verfehlt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
COLD MOUNTAIN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2003
Regie
Anthony Minghella
Buch
Anthony Minghella
Kamera
John Seale
Musik
Gabriel Yared · Henry Burnett · Elvis Costello · Sting · Jack White
Schnitt
Walter Murch
Darsteller
Jude Law (Inman) · Nicole Kidman (Ada Monroe) · Renée Zellweger (Ruby Thewes) · Donald Sutherland (Reverend Monroe) · Ray Winstone (Teague)
Länge
154 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. 11 im Film nicht verwendete Szenen (21 Min.).

Verleih DVD
Buena Vista (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Großflächige Roman-Verfilmungen schienen in Hollywood mit dem Tod von David Lean ausgestorben zu sein. Jugendliches Publikum, das heute den Großteil der Kinobesucher stellt, lässt sich nicht so leicht für die Geduld und Aufmerksamkeit fordernden Qualitäten epischer Schicksalsdramen gewinnen. Doch in den letzten Monaten des Jahres 2003 ist das Kino-Epos alter Schule zu neuem Leben erwacht. Zwischen „Master and Commander“ (fd 36 228) und „The Last Samurai“ (fd 36 316) erschienen gleich mehrere Filme, deren Ehrgeiz, es den patinierten Klassikern gleichzutun, offensichtlich ist. Das amerikanischste Sujet unter diesen Filmen hat nun Anthony Minghella mit der Verfilmung von Charles Fraziers Roman auf die Leinwand gebracht – realistisches Kriegsdrama und emotionale Liebesgeschichte in einem. Der Name des Regisseurs von „Der englische Patient“ (fd 32 406) und „Der talentierte Mr. Ripley“ (fd 34 113) steht für Anspruch und Ernsthaftigkeit des Unternehmens, das sich der einstige Independent-Produzent und heutige Disney-Partner Miramax stolze 83 Mio. Dollar kosten ließ.

„Cold Mountain“ beginnt mit der Schlacht von Petersburg, in der Unionstruppen im Jahre 1864 die Frontstellungen der Konföderierten mit Dynamitladungen unterhöhlten. Noch bevor der Zuschauer viel über die Protagonisten des Films in Erfahrung gebracht hat, werden die Körper unzähliger Soldaten durch riesige Explosionen zerfetzt, in die Luft geschleudert und im Sumpf des Schlachtfelds begraben. Eine dem Atompilz gleichende Rauchwolke bekräftigt Minghellas Absicht, den amerikanischen Bürgerk

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