Frühling, Sommer, Herbst, Winter... und Frühling

- | Südkorea/Deutschland 2003 | 102 Minuten

Regie: Kim Ki-duk

Auf einer kleinen Plattform in einem abgelegenen Bergsee lebt ein buddhistischer Mönch mit seinem Schüler, einem Jungen, der fast sein ganzes Leben braucht, bis er reif genug ist, die Stelle des Meisters einzunehmen. Der Regisseur bettet den Kreislauf des menschlichen Lebens in den Jahreskreis der Natur ein und fasst die leise Geschichte in betörenden Bildfolgen mit einer kontemplativen Erzählhaltung. Trotz der vermeintlichen Weltabgewandtheit ist das reale Leben stets präsent und lauert jenseits des Sees mit Gefahren und Versuchungen; ihm muss man sich stellen, um zu innerer Ruhe und seelischer Abgeklärtheit zu finden. Der meditative Film feiert das Leben als ständige Chance zum (Neu- )Anfang und gemahnt zur Rückbesinnung. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BOM, YEOREUM, GAEUL, GYEOWOOL, GEURIGO, BOM
Produktionsland
Südkorea/Deutschland
Produktionsjahr
2003
Regie
Kim Ki-duk
Buch
Kim Ki-duk
Kamera
Baek Dong-hyun
Musik
Bark Ji-woong
Schnitt
Kim Ki-duk
Darsteller
Oh Young-su (alter Mönch) · Kim Ki-duk (reifer Mönch) · Kim Young-min (erwachsener Mönch) · Seo Jae-kyung (Schüler) · Ha Yeo-jin (Mädchen)
Länge
102 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein alternatives Filmende.

Verleih DVD
Kinowelt (16:9, 1.85:1, DD5.1 korea./dt.)
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Diskussion
Ein malerischer See in den Bergen Koreas, in dessen Mitte sich eine Plattform befindet, auf der eine kleine Hütte errichtet ist. Doch schon der erste Eindruck trügt. So unscheinbar, wie dieses Bild suggeriert, ist die Hütte keineswegs, bietet sie doch einem Mönch und seinem jungen Schüler Schlaf- und Wohnstatt, und ist zudem ein kleiner, weltentrückter Tempel, in dem eine Buddha- Statue andächtige Verehrung findet. Mit „weltentrückt“ ist auch das Thema benannt. In seinem Film „Frühling, Sommer, Herbst, Winter ... und Frühling“ beschwört der südkoreanische Regisseur Kim Ki-duk, dessen Liebesdrama „The Isle“ (fd 35 230) den Filmemacher – auch wegen unerbittlich brutaler Szenen – im Westen bekannt machte, eine Welt außerhalb der Welt, einen Ort der Klarheit und (Rück-)Besinnung. Doch er negiert die Welt nicht, sondern er weiß um ihre Versuchungen und Abgründe, deutet an, dass jeder nur denkbare Frevel existiert. Die Plattform im See, die nur durch ein Tempeltor und einen Nachen zu erreichen ist, könnte der ideale Zustand sein, doch vor dem Tor spielt sich das eigentliche Leben ab, dessen Spu

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