Kill Bill - Volume 2

Action | USA 2004 | 136 Minuten

Regie: Quentin Tarantino

Fortsetzung der Rächergeschichte "Kill Bill - Volume 1" (2003): Eine Schwertkämpferin bahnt sich mit Gewalt den Weg zu ihrem einstigen Meister und Geliebten, der sie nicht in Frieden ziehen lassen wollte. Nach einem furiosen (Kampf-)Auftakt nimmt der Film geradezu epische Dimensionen an und mutet seiner Heldin eine Menge Selbstreflexionen zu, durch die sie erst in die Lage versetzt wird, ihr Vorhaben zu einem geradezu meditativen Ende zu bringen. Ein Actionfilm voller Zitate und Querverweise, der durch den furiosen Einsatz zahlreicher filmischer Mittel fasziniert, sich als doppelbödiges Experiment erweist und durch seinen Hauptdarsteller David Carradine auch der amerikanischen Fernsehgeschichte seine Reverenz erweist.

Filmdaten

Originaltitel
KILL BILL: VOL. 2
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Quentin Tarantino
Buch
Quentin Tarantino
Kamera
Robert Richardson
Musik
The RZA · Robert Rodriguez
Schnitt
Sally Menke
Darsteller
Uma Thurman (Black Mamba) · David Carradine (Bill) · Gordon Liu (Pei Mai) · Daryl Hannah (California Mountain Snake) · Michael Madsen (Sidewinder)
Länge
136 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Action

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. eine im Film nicht verwendete Szene (4 Min.).

Verleih DVD
Buena Vista (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt., DTS dt.) Arthaus/StudioCanal (16:9, 2.35:1, dts engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Buena Vista & Arthaus/StudioCanal (16:9, 2.35:1, dts engl./dt., PCM engl.)
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Diskussion
Auch „Kill Bill: Vol. 2“ liefert wieder jede Menge Diskurs- und Exegesematerial und wird damit die Grundlage für zahlreiche akademische Qualifikationen und Titel bilden. Man wird Tableaus nach kulturhistorischen Querverweisen absuchen, Szenen und Figuren unter allen nur möglichen Aspekten analysieren, Texte und Thesen publizieren, deren Masse sich im Schneeballeffekt multipliziert. Sicherlich hat sich schon jemand die Mühe gemacht, die Leichen zu zählen, die den Weg der „Braut“ alias „Black Mamba“ im ersten Teil von „Kill Bill“ (fd 36 195) auf ihrem Rachefeldzug säumten. Zur Erinnerung: Black Mamba hatte in „Vol. 1“ ihr privates Aussteigerprogramm aus der von Bill befehligten Killergang namens „Deadly Viper Assassination Squad“ (DiVAS) betrieben und eine kleinbürgerliche Karriere eingeschlagen; sie wollte einen Normalbürger heiraten und das gemeinsame Kind austragen. Doch aus einer solchen Gang kann man nicht ohne weiteres aussteigen. Noch während des Trauungsaktes entlud sich Bills Strafgericht: Alle Hochzeitsgäste wurden massakriert, nur Black Mamba überlebte schwerverletzt. Nach Monaten im Koma begann sie, die Bande Mitglied für Mitglied zu dezimieren und sich an Bill heranzuarbeiten. Nichts und niemand scheint sie bei ihrer Jagd auf den Urheber all ihres Leids aufhalten zu können. Mit dieser Maßgabe wurden die Zuschauer in den zweiten Teil entlassen.

Die im Vorfeld lancierte Ansicht, die Miramax- Bosse Harvey und Bob Weinstein hätten sich erst bei der Sichtung des Rohschnitts dazu entschlossen, den Film in zwei Teilen herauszubringen, ist mit Vorsicht zu genießen. Wer immer diese Entscheidung auch getroffen hat – er hätte es nicht besser machen können. Als vierstündiger Mammutfilm wäre das Ganze zu lang gewesen und hätte seine Spannung kaum

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