Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Fantasy | USA 2004 | 141 Minuten

Regie: Alfonso Cuarón

Das dritte Schuljahr des Zauberschülers Harry Potter konfrontiert den inzwischen 13-Jährigen mit dem vermeintlichen Schwerverbrecher Sirius Black, dessen Auftauchen auf Schloss Hogwarts wichtige Erkenntnisse über Harrys ermordete Eltern ans Tageslicht bringt, ihn aber auch zu magischen Höchstleistungen herausfordert, um die dunklen Mächte des Todes und der Resignation zu überwinden. Furioser Fantasy-Abenteuerfilm, in der das Unschuldig-Spielerische der bisherigen Adaptionen deutlich einer "erwachseneren" Bedrohung weicht, dem der tricktechnisch versierte Film mit einem philosophischen Spiel um die Relativität von Wahrnehmungen und Wahrheit sowie dem virtuosen Umgang mit Licht und Dunkelheit, Raum und Zeit Rechnung trägt. - Sehenswert ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
HARRY POTTER AND THE PRISONER OF AZKABAN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Alfonso Cuarón
Buch
Steve Kloves
Kamera
Michael Seresin
Musik
John Williams
Schnitt
Steven Weisberg
Darsteller
Daniel Radcliffe (Harry Potter) · Richard Griffiths (Onkel Vernon) · Pam Ferris (Tante Marge) · Fiona Shaw (Tante Petunia) · Harry Melling (Dudley Dursley)
Länge
141 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 12.
Genre
Fantasy | Literaturverfilmung

Heimkino

Der Film ist auf DVD und BD in diversen Umverpackungen erhältlich. Die Standardausgabe hat keine Extras. Die Extras der Special Edition (2 DVDs) sind zwar umfangreich, jedoch kaum bemerkenswert. Die BD enthält zumindest ein Feature mit fünf im Film nicht verwendeten Szenen (5 Min.). Die sog. "Ultimate Edition" (auf DVD und BD) besticht durch ihre hochwertige Aufmachung (Papp-Schuber, 48-seitiges Hochglanz-Foto-Booklet) sowie durch den dritten Teil der 8-teiligen Dokumentations-Reihe (jede der erscheinenden "Ultimate Editons" enthält einen Teil) "Die Entstehung von Harry Potters Welt". Das hier enthaltene Segment "Magische Wesen" (63 Min.) beschäftigt sich mit den vielen märchenhaften Nebenfiguren der Reihe. Die "Ultimate Edition" ist mit dem Silberling 2010 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Lumos – es werde Licht! Bühne frei für den inzwischen 13-jährigen Harry Potter, der in der ersten Szene des Films heimlich unter der Bettdecke Zaubersprüche einstudiert. Um sein Lehrbuch lesen zu können, hält er seinen Zauberstab in der Hand, sagt „Lumos“, und an der Spitze des Stabes erscheint ein Licht, das man, je nach Situation, an Stelle einer Fackel oder Taschenlampe nutzen kann. Manische „Harry Potter“-Exegeten werden angesichts dieses Anfangs entsetzt aufstöhnen, bricht Harry doch bereits hier ein Gesetz, das es ihm strengstens verbietet, in der Muggel-Welt, der Welt der Nicht-Zauberer also, seine magischen Fähigkeiten anzuwenden. In Joanne K. Rowlings literarischem Erzählkosmos wäre solch ein Fauxpas unmöglich, doch das Kino hat seine eigenen Gesetze und Essenzen, und eine davon ist eben: das Licht. Wobei es im dritten „Harry Potter“-Film über weite Strecken vor allem durch seine Abwesenheit auffällt: Selten war die Welt sowohl in London als auch auf dem Zauberschloss Howarts so düster, Regen getränkt oder von finsterer Nacht ummantelt, wie in Alfonso Cuaróns eigenwillig-faszinierender Inszenierung. Das Licht selbst wird zum magischen Gut, mit dessen begrenzten Ressourcen man behutsam umgehen und das man deshalb um so bewusster einsetzen muss. Ein anderes wichtiges Element des Kinos ist die Zeit – und ihre Relativität. „Dehnbar“ vor allem durch den filmischen

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