Die Frauen von Stepford (2004)

Komödie | USA 2004 | 93 Minuten

Regie: Frank Oz

Die arrogante Präsidentin eines Fernseh-Networks verliert ihren Job und strandet mit ihrer Familie in einer hermetisch abgeschotteten Mustersiedlung, in der alle Frauen ehemalige Führungskräfte sind. Komödie nach einem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1975. Was zunächst durch ein Feuerwerk an Bild- und Wortwitzen gefangen nimmt, verliert sich schnell in der qualvollen Imitation einer Geschichte, die vor 30 Jahren gesellschaftskritischen Scharfsinn demonstrierte, nun aber nicht mehr genügend Biss besitzt, um über Emanzipation und Gleichberechtigung zu handeln. Während der Film zeigt, wie in der Konsumgesellschaft Menschen durch Maschinen ersetzt werden, bringt er selbst keine einzige menschliche Figur hervor. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE STEPFORD WIVES
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Frank Oz
Buch
Paul Rudnick
Kamera
Rob Hahn
Musik
David Arnold · David Mansfield · Joel McNeely
Schnitt
Jay Rabinowitz
Darsteller
Nicole Kidman (Joanna Eberhard) · Matthew Broderick (Walter Kresby) · Bette Midler (Bobbie Markowitz) · Glenn Close (Claire Wellington) · Christopher Walken (Mike Wellington)
Länge
93 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Komödie

Heimkino

Die umfangreichen Extras enthalten u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs sowie ein Feature mit sechs im Film nicht verwendeten Szenen (10 Min.).

Verleih DVD
Universal (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Manchmal versetzt einen das Kino in die Rolle eines Restaurators, der unter mediokren Bildern ein sehenswertes Original erspürt. Nach und nach trägt man im Geist die einzelnen Schichten ab, die sich im Laufe einer Filmproduktion über den ursprünglichen Entwurf gelegt haben: das finanzielle Wunschbild der Produzenten, das Image der teuer eingekauften Stars, die auf die leere Leinwand projizierten Erwartungen des Publikums. Im Grunde geht jeder Hollywood-Film durch diese Prozedur vielfältiger Übermalungen, und je länger das fertige Werk im Atelier unter Verschluss gehalten wird, desto größer ist die Chance, dass pastose Mittelmäßigkeit das Licht der Kinowelt erblickt. Bei „Die Frauen von Stepford“ ließ die unendliche Produktionsgeschichte noch Schlimmeres befürchten: Mehr als einmal wurde der fertige Film umgeschnitten, einige Szenen wurden nachgedreht, und auch die Hauptdarstellerin Nicole Kidman soll über das Ergebnis gar nicht erfreut gewesen

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