Krimi | USA/Kanada 2004 | 116 Minuten

Regie: Alex Proyas

Als sich der Begründer einer Roboter-Schmiede aus dem Hochhaus seiner amerikanischen Firmenzentrale stürzt, muss ein fanatischer Roboter-Skeptiker der Mordkommission gemeinsam mit einer Roboter-Psychologin das Rätsel des vermeintlichen Selbstmordes lösen. Bald deuten für den Polizisten die Indizien auf eine Revolution der Maschinen hin. Visuell attraktiver Science-Fiction-Krimi mit routinierten Actionszenen. Durch die oberflächlichen Handlungskonstrukte vergibt der Film freilich die Chance, eine spannende Utopie über die Bewusstseinskrise einer neuen Roboter-Generation und ihr gefährliches Konfliktpotenzial im Sinne Isaac Asimovs, des Autors der literarischen Vorlage, filmisch überzeugender umzusetzen. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
I, ROBOT
Produktionsland
USA/Kanada
Produktionsjahr
2004
Regie
Alex Proyas
Buch
Jeff Vintar · Akiva Goldsman
Kamera
Simon Duggan
Musik
Marco Beltrami
Schnitt
Jeffrey Ford · William Hoy · Richard Learoyd · Armen Minasian
Darsteller
Will Smith (Del Spooner) · Bridget Moynahan (Susan Calvin) · Alan Tudyk (Sonny) · James Cromwell (Dr. Alfred Lanning) · Bruce Greenwood (Lawrence Robertson)
Länge
116 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Krimi | Science-Fiction

Heimkino

Die umfangreiche Special Edition enthält eine große Anzahl von Kurzfeatures zu sämtlichen Teilaspekten des Films mit Schwerpunkt auf den Special Effects, ein 96-minütiges Produktionstagebuch sowie ein Feature mit zwei im Film nicht verwendeter Szenen und einem alternativen Filmende (7 Min.). Beachtlich vor allem die auch in der Standard-Edition enthaltenen drei Audiokommentare, in denen die Crew vom Regisseur bis zum Komponisten zu Wort kommt. Die Special Edition (2 DVDs) ist mit dem Silberling 2004 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Fox (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt., DTS dt.)
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Diskussion
Isaac Asimov war ein fanatischer Science- Fiction-Autor – mit einem Ph. D. der Columbia University. Als 13-Jähriger schrieb er an das Pulp-Magazine „Astounding Stories“ seinen ersten Leserbrief, der prompt gedruckt wurde. Darin listete er jene Storys auf, die ihm gefielen bzw. missfielen und kommentierte kritisch seine Einschätzungen. Was hätte der 1992 verstorbene Visionär wohl zu Alex Proyas’ „I, Robot“ geschrieben? Vermutlich hätte er eine ähnliche Liste erstellt. Proyas’ Film verwendet verschiedene Plot-Elemente von Asimovs aus den 1940er-Jahren stammender Kurzgeschichtensammlung und kombiniert sie mit Versatzstücken der Filmgeschichte – von der ideologischen Gesellschaftszersetzung aus „Invasion der Körperfresser“ (fd 5915) über die Kontroll-Phantasmagorien eines Roboterkonzerns aus „Robocop“ (fd 26 601), die Verselbständigung künstlicher Intelligenzen à la „Blade Runner“ (fd 23 689) oder „A.I.“ (fd 35 041) bis zu Proyas eigenem virtuosen Vexierspiel über die Herrschaftsfantasien der „Anderen“ aus „Dark City“ (fd 33 277). Das Drehbuch wurde dann noch einmal auf das Image des Hauptdarstellers Will Smith hin gestylt und mit einem postmodernen Genre-Mix drapiert. Das Ergebnis ist so unbefriedigend wie enttäuschend. Während Asimov mit Eleganz und Fantasie ein wegweisendes Buch über die Integration von Robotern in die Gesellschaft verfasste, vermag Proyas Film nur Altbekanntes in

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