Dänische Delikatessen

Komödie | Dänemark 2004 | 100 Minuten

Regie: Anders Thomas Jensen

Weil sich zwei vom Leben gebeutelte Metzgergesellen von ihrem dominanten Meister lösen wollen, eröffnen sie ein eigenes Geschäft. Deren Erfolg stellt sich allerdings erst ein, als sie Fleisch von Menschen verarbeiten. Makabre Märchengroteske im Retrostil, die mit dem Thema jongliert, wie der Tod die Überlebenden prägt. Interieurs und Schauspieler erinnern an die Stilmittel schwarzer britischer Komödien und klassischer Stummfilmgrotesken. Trotz dramaturgischer Redundanzen und einer unbefriedigenden Schlusspointe weitgehend unterhaltsam. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DE GRONNE SLAGTERE
Produktionsland
Dänemark
Produktionsjahr
2004
Regie
Anders Thomas Jensen
Buch
Anders Thomas Jensen
Kamera
Sebastian Blenkov
Musik
Jeppe Kaas
Schnitt
Anders Villadsen
Darsteller
Line Kruse (Astrid) · Nikolaj Lie Kaas (Bjarne/Egil) · Mads Mikkelsen (Svend) · Nicolas Bro (Hus Hans) · Aksel Erhardtsen (Pastor Villumsen)
Länge
100 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Komödie

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo (1:2.35/16:9/Dolby Digital 5.1)
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Diskussion
Der 1972 geborene Drehbuchautor und Regisseur Anders Thomas Jensen hat wie mancher seiner Schauspieler bereits an mehreren „Dogma“-Filmen mitgearbeitet und dabei deren Prinzipien respektiert: keine Ateliers, kein künstliches Licht, keine Stative. Für „Dänische Delikatessen“ warf Jensen alle diese Regeln über Bord und schuf eine pechschwarze Komödie nach uralten inszenatorischen Mustern. Bestenfalls die Eingangsszene, ein Gartenfest, mit dem die Metzgerkollegen Svend und Bjarne schwatzend und von einer bewegten Kamera begleitet, in die Handlung eingeführt werden, erinnert an ähnliche Sequenzen in „Dogma“-Filmen. Danach aber ist alles – die Figuren, die Kulissen, die Perspektiven – streng ausgetüftelt: So entsteht die Atmosphäre eines stilisierten, zwischen Klamotte und Düsternis changierenden grotesken Märchens.

Als Hauptpersonen hat sich Jensen zwei gar nicht so alte, aber schon heftig vom Leben gebeutelte Männer ausgedacht. Bjarne verlor vor sieben Jahren – eine Zahl, die ebenfalls an Märchen eri

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