Action | USA 2004 | 104 Minuten

Regie: Pitof

Als eine schüchterne Grafikerin hinter das dunkle Geheimnis eines neuen Anti-Aging-Produkts kommt, wird sie umgebracht, erwacht aber wieder als Superheldin mit den übermenschlichen Fähigkeiten einer Katze. Fortan bewegt sie sich auf dem schmalen Grat zwischen Gut und Böse, begleicht alte Rechnungen und gönnt sich neue Freiheiten. Dabei geraten ihre beiden Persönlichkeiten immer häufiger miteinander in Konflikt. Ein nach dem gleichnamigen Comic von Bob Krane konzipierter Superheldenfilm von durchgängiger Harmlosigkeit. Ohne Charme und Überraschungen in Szene gesetzt, verfehlt der betulich erzählte, formal wenig bezwingende Film vor allem das Geheimnis der chimärenhaften Existenz zwischen unauffälliger Normalität und exzessiver Grenzüberschreitung. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
CATWOMAN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Pitof
Buch
John Brancato · Michael Ferris · John Rogers
Kamera
Thierry Arbogast
Musik
Klaus Badelt · Blake Neely · Geoff Zanelli · Wolfram de Marco
Schnitt
Sylvie Landra
Darsteller
Halle Berry (Patience Phillips/Catwoman) · Benjamin Bratt (Tom Lone) · Sharon Stone (Laurel Hedare) · Lambert Wilson (George Hedare) · Frances Conroy (Ophelia)
Länge
104 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Action | Fantasy | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen, inklusive eines alternativen Filmendes (6 Min.).

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
„Catwoman“ ist eine Comic-Heldin und ein zum popkulturellen Mythos geronnener Fetisch. Man kennt das Motiv solcher Chimären schon aus der ägyptischen und antiken Mythologie. Während Frauen, die nur für Katzen schwärmen, das Image der Zu-kurz-Gekommenen anhaftet, erscheinen jene, die zu Katzen werden, als märchenhafter Traum – und das nicht nur als offensichtliche Männerphantasie, sondern auch als eigenständige Vision weiblicher Selbstverwirklichung. In zahlreichen Varianten wird das wilde Weibliche im Kino gerne als Katze imaginiert, in „Cat People“ (fd 34 192) von Jacques Tourneur und im gleichnamigen Remake Paul Schraders (fd 23 605), aber auch in den (haut)engen Leder- Kostüm-Versionen von „Irma Vep“ (fd 33 154) bis „Matrix“ (fd 33 720). Das ist das Zeichenfeld, in dem sich „Catwoman“ bewegt. Ihre Figur taucht erstmals 1940 in einem der „Batman“-Comics von Bob Kane auf. Noch mehr als Batman ist Catwoman eine ambivalente Superheldin – immer getrieben von der Lust nach Überschreitung der Regeln, in zwielichtige Spiele verwickelt, die in ihrer Amoral ebenso offenkundig sind wie in ihren sex

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