King Arthur

Action | USA/Irland 2003 | 125 Minuten

Regie: Antoine Fuqua

Anfang des fünften Jahrhunderts soll eine römische Spezialtruppe in Britannien den Neffen des Papstes vor den Sachsen retten, die nördlich des Hadrianwalls ins Land einfallen. Melancholisch grundierte Abenteuer- und Heldengeschichte, die die historische Wahrheit über die keltische Sagengestalt Artus und seine Tafelritter ergründen will. Dabei entstand ein bildgewaltiger Actionfilm, dessen Handlungslinien auf mehrere ebenso kunstfertig wie brachial inszenierte Schlachten zulaufen, wobei die geschichtlich unbedarften Dialoge die siegreiche Partei ideologisch legitimieren wollen. Der Verzicht auf eine naturalistische Ausmalung der Schlachten erlaubt zwar eine Jugendfreigabe, raubt der historisierenden Schilderung aber jeden Anschein des Authentischen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
KING ARTHUR
Produktionsland
USA/Irland
Produktionsjahr
2003
Regie
Antoine Fuqua
Buch
David Franzoni
Kamera
Slawomir Idziak
Musik
Hans Zimmer · Nick Glennie-Smith · Rupert Gregson-Williams
Schnitt
Conrad Buff · Jamie Pearson
Darsteller
Clive Owen (Arthur) · Ioan Gruffudd (Lancelot) · Mads Mikkelsen (Tristan) · Joel Edgerton (Gawain) · Hugh Dancy (Galahad)
Länge
125 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Action

Heimkino

Verleih DVD
Buena Vista (1:2.35/16:9/Dolby Digital 5.1/dts)
DVD kaufen
Diskussion
Für die europäische Kunst- und Kulturgeschichte war die Sage von König Artus und seiner Tafelrunde eine wichtige Inspirationsquelle. Von den Minneliedern Wolfram von Eschenbachs über die Opern Richard Wagners bis hin zu trivialen Bestsellern wie „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley entwickelte sich der Stoff in erkennbarer Relation zu den Bedürfnissen der jeweiligen Gesellschaft. Dabei entstanden Hunderte von Geschichten, in denen Figuren wie Tristan oder Lancelot und ihre unglücklichen Liebesbeziehungen in den Mittelpunkt rückten, aber auch einzelne Elemente wie die Burg Camelot, das Schwert Excalibur oder der Mythos vom Heiligen Gral ein Eigenleben entwickelten. Der lose Zyklus nahezu eigenständiger Erzählungen fand auch im Kino Anklang, das an der populären Ausgestaltung des Sagenkreises kräftig mitwirkte. Die jüngste Version stammt vom Action-Spezialisten Antoine Fuqua („Training Day“, fd 35 184), der auf der gegenwärtigen Historienwelle segelt. Denn seine bildgewaltige Version tritt mit dem Anspruch auf, die Wahrheit hinter der Legende ins Bild zu setzen. Demnach war Artus ein römischer Präfekt namens Lucius Artorius Castus, der Anfang des 5. Jahrhunderts eine Sarmaten-Truppe befehligte, zwangsrekrutierte Krieger aus dem Osten des riesigen Reiches, die als berittene „Special Forces“

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren