Kleinruppin forever

Komödie | Deutschland 2004 | 103 Minuten

Regie: Carsten Fiebeler

Ein nach der Geburt getrenntes Zwillingspärchen wuchs in beiden deutschen Staaten auf und begegnet sich im Jahr 1985, als der West-Teenager auf Klassenfahrt in die DDR reist. Unfreiwillig zum Aufenthalt im Osten gezwungen, lernt er den provinziellen Alltag in vielen Facetten kennen. Komödie mit Tendenz zur Posse, die auf der Ostfilm-Erfolgswelle reitet, den DDR-Alltag aber weitgehend auf Absurditäten reduziert und am Ende die untergegangene Gesellschaft auch noch nostalgisch verklärt. Zur gedanklichen Unentschiedenheit kommen dramaturgische Unglaubwürdigkeiten und szenische Fehler. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2004
Regie
Carsten Fiebeler
Buch
Peer Klehmet · Sebastian Wehlings
Kamera
Bernhard Jasper
Musik
Masha Qrella
Schnitt
Antje Zynga
Darsteller
Tobias Schenke (Tim/Ronnie) · Anna Brüggemann (Jana) · Michael Gwisdek (Erwin) · Uwe Kockisch (Vater Winter) · Tino Mewes (René)
Länge
103 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Komödie

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo (1:1.78/16:9/Dolby Digital 5.1)
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Diskussion
Zu einer der gelungensten Komödien des realsozialistischen Systems gehörte das ungarische Schelmenstück „Der Spatz ist auch ein Vogel“ (1968) von György Hintsch. Der Film zeigte ein Zwillingsbrüderpaar, das sich in den 1950er-Jahren trennt: Der eine lebt fortan im Westen, wird in Amerika reich; der andere bleibt in der Heimat und ein armer Schlucker. Später tauschen sie ihre Rollen, was heftige satirische Szenen zur Folge hat. Eine davon spielte in einem Budapester Striptease-Lokal, aus dem alle, die keine harte Währung in der Tasche haben, verwiesen werden, sobald die Tänzerin mehr als nur ihren Bauchnabel zeigt. „Der Spatz ist auch ein Vogel“ machte sich darüber lustig, dass in Ungarn für Devisen alles möglich ist. In der DDR, in der es ähnlich zuging, durfte das Werk nicht gezeigt werden: Der Leiter eines Filmclubs in Weimar, der sich dennoch eine Kopie beschaffte, wurde deshalb sogar seines Postens enthoben, an den ideologischen Pranger gestellt, auch beruflich diskreditiert, und sah keinen anderen Ausweg mehr, als sich das Leben zu nehmen.

Warum diese Reminiszenz? Zum einen, um darauf hinzuweisen, dass die Ide

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