Mann unter Feuer

Action | USA 2004 | 146 Minuten

Regie: Tony Scott

Ein abgehalfterter einstiger Berufssoldat wird in Mexico City von einem Geschäftsmann als Leibwächter für dessen kleine Tochter engagiert. Als er die Entführung des Kindes nicht verhindern kann, beginnt er einen erbarmungslosen Rachefeldzug durch die Unterwelt. Sich düster und fatalistisch gebender Actionfilm, verdichtet zu einem fulminanten stilisierten Bilderreigen. In der drastischen Darstellung von Selbstjustiz überschreitet er alle Grenzen, wobei der exzessiven Gewalt jeder glaubwürdige Kontext fehlt. (Teils O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
MAN ON FIRE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Tony Scott
Buch
Brian Helgeland
Kamera
Paul Cameron
Musik
Harry Gregson-Williams · Justin Burnett · Hybrid
Schnitt
Christian Wagner
Darsteller
Denzel Washington (Creasy) · Dakota Fanning (Pita) · Marc Anthony (Samuel) · Radha Mitchell (Lisa) · Christopher Walken (Rayburn)
Länge
146 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Action

Heimkino

Die Extras der Standard Edition umfassen u.a. je einen Audiokommentar des Regisseurs sowie der Darstellerin Dakota Fanning, des Drehbuchautors Brian Helgeland und des Produzenten Lucas Foster. Zudem ein optional kommentierbares Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (31 Min.). Die Special Edition (2 DVDs) enthält zudem ein ausführliches und gehaltvolles "Making of" (71 Min.).

Verleih DVD
Paramount (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Tony Scott hat wieder alle Register gezogen. Um den gewünschten „Look“ zu kreieren, wählte er verschiedene Filmmaterialien und ließ seinen Kameramann das Geschehen aus mehreren Blickwinkeln gleichzeitig einfangen. Wie in Stummfilmzeiten wurde der Fluss der Bilder gelegentlich in der Kamera verlangsamt, beschleunigt oder mehrfach belichtet. Dem Schnitt wiederum fiel die Aufgabe zu, den Aufwand dadurch noch zu unterstreichen, dass in entscheidenden Sequenzen das stilisierte Material zu besonders fulminanten Bilderreigen verdichtet wurde. Dieser visuelle Exzess kommt nicht von ungefähr, schließlich hat Scott bereits einen Prototyp postmoderner Kino-Ästhetik vorgelegt: In „Top Gun“ (fd 25 722) schimmerten alle Oberflächen verführerisch, von den tonangebenden Kampfjets über die Männerkörper der Piloten bis zu den gelackten Bildern, in denen dieselben gebannt wurden. Während

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