Der Untergang

Historienfilm | Deutschland 2004 | 155 (TV 180) Minuten

Regie: Oliver Hirschbiegel

Die letzten Tage Adolf Hitlers im Führerbunker, während derer sich die Ereignisse dramatisch verdichten: Hitlers wachsender Realitätsverlust, das stumme Entsetzen der Generalität, der ungebrochene Fanatismus von Joseph Goebbels. Figuren kommen und gehen, als wäre der Bunker ein narrativer Durchlauferhitzer, in dem die schleichende Auflösung der allgemeinen Disziplin die Einstimmung auf den Tod ankündigt. Der Film bietet keine neue Sicht auf Hitler und belässt ihn und alle anderen Figuren im Unschärfebereich eines nicht fassbaren Geschehens. Über das Bestreben hinaus, einen "bedeutenden" Stoff auf dem Boden des historisch Verbürgten publikumswirksam umzusetzen, steckt keine Idee in dem Unternehmen. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2004
Regie
Oliver Hirschbiegel
Buch
Bernd Eichinger
Kamera
Rainer Klausmann
Musik
Stephan Zacharias
Schnitt
Hans Funck
Darsteller
Bruno Ganz (Adolf Hitler) · Alexandra Maria Lara (Traudl Junge) · Corinna Harfouch (Magda Goebbels) · Ulrich Matthes (Josef Goebbels) · Juliane Köhler (Eva Braun)
Länge
155 (TV 180) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Historienfilm

Heimkino

Die sorgfältige und aufwändig (mit achtseitigem Booklet) erstellte Special Edition (2 DVDs) besticht im Gegensatz zur kaum mit Extras bestückten Standard Edition in erster Linie durch zwei Dokumentationen zum Film (59 und 48 Min.). Dabei ist besonders die Dokumentation des ZDF ("Hitlers letzte Tage") bemüht, den historischen (realen) Aspekt des Films in den Vordergrund zu heben. Ein Umstand, der auch bei den ausführlichen Interviews (47 Min.) zum Tragen kommt. Die Box mit der Fernsehfassung (3 DVDs) enthält zudem ein Feature mit Storyboards (5 Min.) sowie die eine auf 90 Minuten verlängerte Sektion der Interviews. Beide Editionen sind mit dem Silberling 2005 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Constantin (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt., dts dt.)
DVD kaufen

Diskussion
Die Nacht ist über Deutschland herein gefallen. Eine Gruppe junger Frauen wird von Soldaten durch eine Waldlichtung in einen militärischen Fuchsbau eskortiert. Hier erwarten die zum Vorstellungsgespräch herausgeputzten Besucherinnen in angemessener Nervosität das Erscheinen ihres möglichen neuen Arbeitgebers. Der betritt schließlich den Raum, schüttelt jeder einzelnen die Hand und fragt nach ihrer Herkunft. Bei der Münchnerin Traudl Junge merkt er erfreut auf und bittet sie zum Diktat in sein Büro. Vor Aufregung macht die gelernte Sekretärin alles verkehrt, doch findet sie Verständnis auf der anderen Seite des Schreibtischs: „Jetzt machen wir das Ganze einfach noch mal.“ Allem Anschein nach gab es unangenehmere Chefs als Adolf Hitler.

Erstaunlich eilfertig ist „Der Untergang“ zum Ereignis ausgerufen worden. Nicht nur die „Süddeutsche Zeitung“ fand in seinem Sujet, den letzten Tagen Hitlers im Führerbunker, einen „Wahnsinnsstoff“ und eine „Geschichte, die in ihrer Verdichtung dramatischer nicht sein könnte“. Tatsächlich drängt sich nach dem oben geschilderten Prolog vieles in zweieinhalb St

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto

Kommentieren