Das Erbe (2003)

- | Dänemark/Norwegen/Schweden/Großbritannien 2003 | 107 Minuten

Regie: Per Fly

Nach dem Selbstmord seines Vaters kehrt ein Mann nach Dänemark zurück, um die Leitung des familiären Stahlkonzerns zu übernehmen. Unter der Last der neuen Aufgabe verändert sich seine Persönlichkeit, woran auch seine Ehe zu zerbrechen droht. Ein ambitioniertes sozialpsychologisches Drama und zugleich eine aufwühlende Charakterstudie, die auf subversive Weise Gesellschaftskritik aus der Perspektive sozial Begünstigter formuliert. Mittelstück einer Trilogie über die dänische Gesellschaft, die mit "Die Bank" (2000) begann und mit "Drabet" ("Der Totschlag", 2005) abgeschlossen wurde. (Auch O.m.d.U.) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ARVEN | ARVET | INHERITANCE
Produktionsland
Dänemark/Norwegen/Schweden/Großbritannien
Produktionsjahr
2003
Regie
Per Fly
Buch
Per Fly · Kim Leona · Mogens Rukov · Dorte Høeg
Kamera
Harald Gunnar Paalgard
Musik
Halfdan E
Schnitt
Morten Giese
Darsteller
Ulrich Thomsen (Christoffer) · Lisa Werlinder (Maria) · Ghita Nørby (Annelise) · Karina Skands (Benedikte) · Lars Brygmann (Ulrik)
Länge
107 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

Heimkino

Verleih DVD
Sunfilm (16:9, 1.85:1, DD5.1 dän./dt.)
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Diskussion
Wer ins Kino geht, um sich einen „gesellschaftskritischen“ Film anzuschauen, macht sich normalerweise auf ungewaschene Armut gefasst, harsche Worte, beengte Wohnverhältnisse und himmelschreiende Ungerechtigkeiten. In seinem Spielfilmdebüt „The Bench“ (2000), der Fall-Studie eines alkoholkranken Sozialhilfeempfängers, bewies der dänische Regisseur Per Fly, dass er sich in diesem Metier bestens zurecht findet, ohne sich an melodramatischen Klischees entlang hangeln zu müssen. Gleichzeitig bildete „Die Bank“ den Auftakt einer Trilogie, die sich nacheinander drei Gesellschaftsklassen annäherte: der Unter-, der Mittel- und der Oberschicht, in der jetzt „Das Erbe“, der zweite Teil, spielt. Bei „Upperclass-Filmen“ wiederum denkt man gleich an Villen, Schmuck, jugendschöne oder schönoperierte Menschen und ihre gelackten Intrigen. Dazu passt es, dass Flys neuer Film als „Familiendrama“ angepriesen wird, was er tatsächlich ja auch ist. Aber keineswegs ausschließlich oder auch nur in erster Linie.

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