Thriller | Ungarn 2003 | 110 Minuten

Regie: Nimród Antal

In der Budapester U-Bahn liefern sich Kontrolleure und Fahrgäste mal komische, mal brutale Gefechte. Die mitunter verstörenden Erlebnisse spitzen sich zu, als sich einer der Kontrolleure mit einem Killer konfrontiert sieht, der als sein Alter Ego auftritt und Passanten vor einfahrende Züge stößt. Spannender, atmosphärisch und visuell beeindruckender surrealer Thriller, der trotz drastischer Momente letztlich die Suche nach Resten von Menschlichkeit und Poesie in einem zur Hölle gewordenen Alltag beschreibt. (Ökumenischer Preis, Cottbus 2004) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
KONTROLL
Produktionsland
Ungarn
Produktionsjahr
2003
Regie
Nimród Antal
Buch
Nimród Antal · Jim Adler
Kamera
Gyula Pados
Musik
Neo
Schnitt
István Király
Darsteller
Sándor Csány (Bulcsú) · Zoltán Mucsi (Professor) · Csaba Pindroch (Muki) · Sándor Badár (Lecsó) · Zsolt Nagy (Tibi)
Länge
110 Minuten
Kinostart
13.01.2005
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Thriller

Heimkino

Die Standardausgabe hat keine erwähnenswerten Extras. Die Extras der Special Edition (2 DVDs) umfassen u.a. ein kommentiertes Feature mit fünf im Film nicht verwendeten Szenen (21 Min.) sowie drei Storyboard/Film-Vergleiche (9 Min.).

Verleih DVD
Sunfilm (16:9, 1.85:1, DD5.1 ungar./dt., dts dt.)
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Diskussion
Noch bevor die eigentliche Handlung einsetzt, sieht man den Chef der Budapester Verkehrsbetriebe, wie er, etwas befangen, einen Text verliest. Er wolle sicherstellen, dass dem Zuschauer der Unterschied zwischen der realen Budapester U-Bahn und der Schreckensvision des Jungregisseurs Nimród Antal klar sei – dessen Geschichte sei vermutlich „symbolisch“ gemeint. Der Sarkasmus dieses intelligenten, hintergründigen Films drängt sich bereits in den ersten Einstellungen auf: Eine betrunkene Frau, aufreizend gekleidet und nicht mehr ganz jung, fährt allein mit der lauten, steilen und schnellen Rolltreppe in den kalten, von Kunstlicht durchfluteten Untergrund hinab. Schwankend beugt sie sich vor und starrt ins Dunkel des Tunnels. Kurz darauf wird sie, von einem Unbekannten gestoßen, von einem Zug erfasst. Ein einzelner roter Schuh bleibt auf dem Perron zurück. Antal entführt den Zuschauer in eine fantastisch, bisweilen surreal anmutende Un

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