- | Großbritannien 2004 | 69 Minuten

Regie: Michael Winterbottom

Ein Engländer lernt auf einem Rock-Konzert eine Amerikanerin kennen, mit der ihn bald eine heftige Affäre verbindet. Aus diesem Handlungsfaden entwickelt der Film ein provokatives Experiment, das die Grenzen sexueller Darstellung im Kunstkino auslotet. Streng zwischen körperlichem Liebesakt und Konzert-Mitschnitten aktueller Britpop-Bands alternierend, reduziert sich die Handlung auf eine diskret-indiskrete Erkundung sexueller Praktiken und ihrer visuellen Umsetzung, ohne dass man über die Protagonisten oder ihre Beziehung viel erfahren würde. (O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
9 SONGS
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2004
Regie
Michael Winterbottom
Buch
Michael Winterbottom
Kamera
Marcel Zyskind
Musik
Black Rebel Motorcycle Club · The Von Bondies · Elbow · Primal Scream · The Dandy Warhols
Schnitt
Mat Whitecross · Michael Winterbottom
Darsteller
Kieran O'Brien (Matt) · Margo Stilley (Lisa)
Länge
69 Minuten
Kinostart
20.01.2005
Fsk
ab 16; f

Heimkino

Verleih DVD
Sony (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Billy Wilder erzählte gern die Geschichte eines Drehbuchautors, der die besten Einfälle in der Nacht hat, sich morgens aber an nichts erinnern kann. Also legt er Papier und Bleistift neben sein Kopfkissen, und als er am nächsten Morgen zu seiner nächtlichen Notiz greift, liest er: „Boy meets girl.“ Ähnliches muss Michael Winterbottom widerfahren sein, dessen neuer Film alle Voraussetzungen eines feuchten Traums erfüllt. Ursprünglich wollte er Michel Houellebecqs Roman „Plattform“ verfilmen, doch scheiterte das Projekt daran, dass Winterbottom keine visuelle Entsprechung für Houellebecqs detailverliebte Beischlafszenen finden konnte. Dann kam ihm die Idee: „Boy fucks girl“, und zwar zum Rhythmus aktueller Rocksongs – viel mehr ist in seinem experimentellen Hardcore-Fi

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