Gente di Roma

- | Italien 2003 | 93 Minuten

Regie: Ettore Scola

Semidokumentarisches Mosaik von Ettore Scola über die Bewohner seiner Heimatstadt Rom, das mit einer Vielzahl assoziativ verknüpfter Szenen und Episoden der widersprüchlichen Vielfalt des urbanen Lebens nachspürt. Mit digitaler Kamera gedreht, büßt das eigenwillige Stadtporträt beträchtlich an Tiefenschärfe ein, weil es die Grenzen zwischen Dokumentation und Inszenierung verwischt und hellsichtige Kommentare durch einen Wust aus Witz und Klischees erschlägt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GENTE DI ROMA
Produktionsland
Italien
Produktionsjahr
2003
Regie
Ettore Scola
Buch
Ettore Scola · Paola Scola · Silvia Scola
Kamera
Franco di Giacomo
Musik
Armando Trovaioli
Schnitt
Raimondo Crociani
Darsteller
Giorgio Colangeli · Antonello Fassari · Fabio Ferrari · Fiorenzo Fiorentini · Arnoldo Foà
Länge
93 Minuten
Kinostart
20.01.2005
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Diskussion
Rom ist eine Schale voller Haferflocken mit Milch, die über den Tisch verschüttet ist.“ Plastischer als mit diesem Zitat hätte Ettore Scola das Prinzip seiner semidokumentarischen Hommage an die „Ewige Stadt“ nicht charakterisieren können. Schon der Titel signalisiert, dass er von den „gente“, den Menschen und Völkern, handeln will, die heute zwischen den Hügel am Tiber leben. Doch wo Fellinis „Roma“ (fd 18 027) noch weit ausholte oder in „Das süße Leben“ (fd 9260) sogar eine Christusfigur über den Petersplatz schwebte, wischt das Mitglied der Kommunistischen Partei Italiens den Nimbus des Vergangenen schon in der Exposition beiseite: mit einem Putztrupp, der durch den Parlamentssaal wedelt und neckisch Shakespeare zitiert, wobei Antonius’ Klage über den toten Caesar lediglich der Überprüfung der Tonanlage dient. Frühmorgens, lange bevor das offizielle Ro

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