Hostage - Entführt

Thriller | USA/Deutschland 2005 | 113 Minuten

Regie: Florent Emilio Siri

Ein "Negotiator", der bei Entführungen die Verhandlungen mit den Kidnappern führt, gerät bei einem Einsatz in eine extreme Zwickmühle, weil seine eigene Familie von Gangstern bedroht wird, die ihn in ihrem Sinne manipulieren wollen. Der raffiniert konstruierte Thriller verdoppelt Konfliktsituationen und spiegelt sie wechselseitig, hat aber außer den fintenreichen Plotverwicklungen nur wenig zu bieten. Vor allem die Charakterisierung der Figuren lässt Schwächen erkennen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
HOSTAGE
Produktionsland
USA/Deutschland
Produktionsjahr
2005
Regie
Florent Emilio Siri
Buch
Douglas Richardson
Kamera
Giovanni Fiore Coltellacci
Musik
Alexandre Desplat
Schnitt
Richard Byard · Olivier Gajan
Darsteller
Bruce Willis (Jeff Talley) · Kevin Pollak (Mr. Smith) · Jonathan Tucker (Dennis Kelly) · Ben Foster (Mars) · Jimmy Bennett (Tommy Smith)
Länge
113 Minuten
Kinostart
17.03.2005
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Thriller

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs, einen CD-Rom-Part mit dem kompletten Drehbuch sowie ein kommentiertes Feature mit acht im Film nicht verwendeten Szenen (7 Min.).

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl., DD6.1 dt., dts6.1 dt.)
Verleih Blu-ray
VCL & Koch (16:9, 2.35:1, DD2.0 engl., TrueHD dt.) remast. Koch (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Bewaffnete Geiselnahme ist auch für Polizisten eine Ausnahmesituation, die man jedoch durch rationale Professionalität und psychologisches Gespür kommunikativ auflösen zu können glaubt. Analog zum Geiselnehmer schwingt sich in „Hostage“ der erfolgsverwöhnte Verhandlungsführer, kurz „Negotiator“ genannt, zum Herrn über Leben und Tod auf. Jeff Talley sieht dabei wie ein Westcoast-Späthippie mit einem ordentlichen Drogenproblem aus und agiert am Tatort mit lässiger Abgebrühtheit. Solche Hybris bestraft das Leben: Eine günstige Gelegenheit zum Zugriff – „Hostage“ macht früh klar, dass bei Geiselnahmen die Vor- und Nachteile oft in Sekundenschnelle bewertet und Entscheidungen gefällt werden müssen – lässt Talley verstreichen. „An diesem Tage wird es hier keine Toten geben“, schreibt er auf ein Schild. Doch dann reißt der Kontakt zum Täter plötzlich ab, es kommt zur Katastrophe. Als Talley seine Hände ins Blut eines getöteten Kindes taucht, zeigen ihm die Blicke seiner Kollegen, wen sie für das Geschehen verantwortlich machen. Ein Jahr später sieht Talley nicht mehr wie ein derangierter Popstar, sondern eher wie ein glattrasierter, in Form gebrachter

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