Sympathy For Mr. Vengeance

- | Südkorea 2002 | 121 Minuten

Regie: Park Chan-Wook

Im ersten Teil seiner Rache-Trilogie entwirft der Koreaner Park Chan Woo ein zermürbendes Szenario: Ein taubstummer, elternloser Mann hat Mühe, sich und seine kranke Schwester zu ernähren, die ohne neue Niere nicht mehr lange leben wird. Da der Weg zu einer Spenderniere mühsam ist, lässt sich das Leid höchstens über den illegalen Organmarkt abkürzen. Doch die Händler spielen falsch, der Mann erwacht ohne Geld, Niere und die Hoffnung auf Rettung seiner Schwester. Das Unglücksszenario spitzt sich immer weiter zu, bis sich der Mann rächt. Angesichts der nicht enden wollenden Schicksalsschläge bleibt, trotz des eindrücklichen Spiel der Darsteller und des neorealistischen Inszenierungswillens des Regisseurs, ein berechnender Geschmack nach Kunstgewerbe, den man bei "Old Boy", dem zweiten Teil der "Trilogie", nicht mehr spürt. Möglicherweise ist "Sympathy for Mr. Vengeance" nur eine Fingerübung auf dem Weg zum Opus magnum: dem Abschluss der Trilogie mit "Sympathy for Lady Vengeance" (2005).

Filmdaten

Originaltitel
BOKSUNEUN NAUI GEOT
Produktionsland
Südkorea
Produktionsjahr
2002
Regie
Park Chan-Wook
Buch
Lee Jae-sun · Lee Mu-yeong · Lee Yong-jong · Park Chan-Wook
Kamera
Kim Byeong-il
Schnitt
Kim Sang-beom
Darsteller
Song Kang-ho (Park Dong-jin) · Shin Ha-kyun (Ryu) · Bae Du-na (Cha Yeong-mi) · Lim Ji-eun (Ryus Schwester) · Han Bo-bae (Yu-sun)
Länge
121 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16

Heimkino

Die Standardausgabe hat keine erwähnenswerten Extras. Die Special Edition (2 DVDs) enthält eine Reihe von interessanten Kurzdokumentationen zur Musik, zu Storyboards und zu den Darstellern.

Verleih DVD
I-On (16:9, 2.35:1, DD5.1 kor./dt.)
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Diskussion
Der grenzenlosen Rache geht zumeist eine ebensolche Emotionalisierung des Zuschauers voraus. So fordert es zumindest das bewährte Hollywoodkonzept. Denn nur wenn das Publikum für den Gegenschlag „bereit“ gemacht wurde, goutiert es die selbstjustiziablen Feldzüge eines Paul Kersey (Charles Bronson in „Ein Mann sieht rot“, fd 19 051), John Rambo (Silvester Stallone in „Rambo“, fd 23 808) oder Porter (Mel Gibson in „Payback – Zahltag“, fd 33 568). Das asiatische Kino hingegen hat sich noch nie an die Drehbuchvorgaben aus Amerika gehalten. Der Zuschauer wird hier für

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