Der Kaufmann von Venedig

Drama | USA/Großbritannien/Italien/Luxemburg 2004 | 131 Minuten

Regie: Michael Radford

Visuell opulente, teilweise vor Ort in Venedig gedrehte Verfilmung von Shakespeares kontroversem Drama um den Juden Shylock, der vom Kaufmann Antonio ein Pfund Fleisch aus dessen Körper einfordert. Dieser will das Pfand, mit dem er für geliehenes Geld gebürgt hat, nicht hergeben, weshalb es zum Gerichtsprozess kommt. Die Inszenierung wagt sich nicht wirklich an eine Interpretation des brisanten Stoffs heran, sondern beschränkt sich auf oberflächliche Schauwerte. Während Al Pacino als Shylock beeindruckt, agieren seine Co-Stars eher halbherzig. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
THE MERCHANT OF VENICE
Produktionsland
USA/Großbritannien/Italien/Luxemburg
Produktionsjahr
2004
Regie
Michael Radford
Buch
Michael Radford
Kamera
Benoît Delhomme
Musik
Jocelyn Pook
Schnitt
Lucia Zucchetti
Darsteller
Al Pacino (Shylock) · Jeremy Irons (Antonio) · Joseph Fiennes (Bassanio) · Lynn Collins (Portia) · Zuleikha Robinson (Jessica)
Länge
131 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Darstellers Lynn Collins.

Verleih DVD
Sony (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Shakespeare-Verfilmungen haben sich heutzutage stets der Frage zu stellen, ob sie sich eher als kostbare Literaturverfilmungen mit renommierten Schauspielern (Stichwort Kenneth Branagh), als radikale Modernisierungen, die Shakespeares Texte als Steinbruch nutzen (Stichwort Baz Luhrman) oder aber als sensible Historisierungen eines Textes (Stichwort Orson Welles) verstehen. Der Brite Michael Radford hat sich mit „1984“ (fd 24 838) und „Der Postmann“ (fd 31 668) als kompetenter Adapteur literarischer Werke ausgewiesen. Vom höchst widersprüchlichen Text um den verschuldeten Romantiker Bassanio, der sich für ein Liebeswerben vom Juden Shylock Geld leiht und seinen väterlichen Freund Antonio dazu bringt, buchstäblich mit seinem Körper, mit einem Pfund seines Fleisches dafür zu bürgen, ist Radford aber überfordert: Begnügt sich sein Film doch damit, die grundsätzliche strukturelle Labilität des Shakespeareschen Stückes lediglich abzubilden, ohne dazu eine entschiedene Position zu beziehen. Gedreht teilweise vor Ort in Venedig, setz

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