Achtung, fertig, Charlie!

Komödie | Schweiz 2003 | 92 Minuten

Regie: Mike Eschmann

Ein junger Schweizer wird direkt vom Traualtar weg in die Armee einberufen und lässt fortan nichts unversucht, um wieder an die Seite seiner Angetrauten zu gelangen. Als er die waffenbegeisterte Tochter seines Hauptmanns für diesen Zweck einspannen will, verlieben sich beide ineinander, und der Querulant verwandelt sich zum begeisterten Soldaten. Läppische Schweizer Militärklamotte, die kaum ein Klischee auslässt und schamlos andere Filme plündert. Stärker ins Gewicht fällt jedoch die reaktionäre Propaganda, die der Film gedankenlos befördert. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
ACHTUNG, FERTIG, CHARLIE!
Produktionsland
Schweiz
Produktionsjahr
2003
Regie
Mike Eschmann
Buch
David Keller · Michael Sauter
Kamera
Roland Schmid
Musik
Manuel Stagars
Schnitt
Mike Schaerer
Darsteller
Michael Koch (Antonio Carrera) · Melanie Winiger (Michelle Bluntschi) · Mia Aegerter (Laura Moretti) · Marco Rima (Hauptmann Franz Reiker) · Mike Müller (Paolo)
Länge
92 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Impuls/Warner Vision (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Das Hochtrabende schreit nach Persiflage, und Humorlosigkeit reizt zum Lachen. Nicht zufällig eignet sich der Militarismus besonders gut zur Verballhornung, wirkt er doch gerade in seiner überzogenen Ernsthaftigkeit selbst schon absurd und – zumindest in Friedenszeiten – deplatziert. Die besten Satiren aufs Militär haben denn auch nichts anderes getan, als die Mechanik ihres Gegenstands forciert herauszuarbeiten. Ob „Der Hauptmann von Köpenick“ (fd 1633; fd 5176) oder Lubitschs Nationalsozialisten in „Sein oder Nichtsein“ (fd 9062): Komisch ist nicht die Verzerrung, sondern die übersteigert exakte Abbildung. Nirgends ist das so ersichtlich wie in Jaroslav Haseks Figur des Soldaten Schwejk. Nicht auf dessen Ungehorsam, sondern in seiner übertriebenen Beflissenheit beruht Schwejks Subversivität. Gerade der wörtliche Gehorsam entlarvt den Wahnsinn des Militärs. An der Schweizer Armee indes, immer schon mehr von fant

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