Kombat Sechzehn

- | Deutschland 2005 | 96 Minuten

Regie: Mirko Borscht

Seine Kampfsporterfahrung dient einem 16-jährigen Schüler aus Frankfurt/Main nach dem Umzug nach Frankfurt/Oder zunächst zur Selbstbehauptung in einer Clique Neonazis, dann aber mutiert sie zum Instrument von Machtbehauptung und Willkür. Die Schilderung einer männlichen Erlebniswelt in rechtsradikal eingefärbten Subkulturen versucht, die Faszination der Szene zu erklären, ohne zu moralisieren. Trotz einiger dramaturgischer Schwächen und der Neigung zur Kolportage bietet der Film einem jungen Publikum wichtige Denkanstöße. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2005
Regie
Mirko Borscht
Buch
Mirko Borscht · Jana Erdmann
Kamera
Alexander Fischerkoesen
Musik
Alexander Istschenko
Schnitt
Markus CM Schmidt
Darsteller
Florian Bartholomäi (Georg) · Falk Rockstroh (Andreas) · Ludwig Trepte (Thomas) · Max Mauff (Philip) · Max Oelze (Reiko)
Länge
96 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die Extras der Standardedition enthalten u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und der Darsteller Mirko Borscht, Ludwig Trepte, Max Mauff und Florian Bartholomäi sowie einen Audiokommentar des Regisseur, des Kameramanns und des Filmkomponisten. Die Special Edition (2 DVDs) enthält zudem den Kurzfilm "Bastard" von Mirko Borscht sowie im Film nicht verwendete Szenen.

Verleih DVD
epix (16:9, 1.78:1, DD2.0 dt.)
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Diskussion
Von Frankfurt/Main nach Frankfurt/Oder – das ist mehr als nur ein Ortswechsel. Am Kontrast zwischen der Banken-City von „Mainhattan“ und der Stadt im äußersten Osten der Republik, direkt an der polnischen Grenze, zeigt sich die innere Spannung im gegenwärtigen Deutschland, wie eine mentale Ostverlagerung des kulturellen Diskurses. Plötzlich sind es andere Probleme, neue Themen, die sich in den Vordergrund drängen, und die alten werden neu gewichtet. Schon in Filmen wie „Halbe Treppe“ (fd 35 604) und „Lichter“ (fd 36 069) wurden Frankfurt/Oder und die deutsch-polnische Grenze zum Kristallisationspunkt des neuen deutschen Ostens und seiner Probleme. Daran knüpft „Kombat Sechzehn“ an. Man sieht im Debüt des 33-jährigen Mirko Borscht wenig Malerisches, die Tristesse der Trabantenstädte mit ihren heruntergekommenen Plattenbauten dominiert: kahle graue Betonarchitektur. Weil sein Vater eine neue Arbeit gefunden hat, muss Georg hier

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