Krieg der Welten

Science-Fiction | USA 2005 | 116 Minuten

Regie: Steven Spielberg

Freie Adaption von H.G. Wells' Roman über die Invasion aggressiver Außerirdischer. Steven Spielberg kreist einmal mehr um das Ideal amerikanischer "Familienwerte", indem er einen geplagten Vater ins Zentrum stellt, der seine Familie retten will. Der über weite Strecken sehr düstere Film teilt die kulturpessimistische Haltung des Romans, nimmt wie dieser jedoch eine positive Wendung. Von der Toleranz gegenüber dem Fremden, die frühere Filme Spielbergs prägte, ist dabei nichts mehr zu spüren. Ein disparates Katastrophenspektakel, in dem beeindruckende Bilder und fesselnde Momente mit deutlichen Längen wechseln. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
WAR OF THE WORLDS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2005
Regie
Steven Spielberg
Buch
David Koepp
Kamera
Janusz Kaminski
Musik
John Williams
Schnitt
Michael Kahn
Darsteller
Tom Cruise (Ray Ferrier) · Justin Chatwin (Robbie Ferrier) · Dakota Fanning (Rachel Ferrier) · Tim Robbins (Ogilvy) · Miranda Otto (Mary Ann Ferrier)
Länge
116 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Science-Fiction | Literaturverfilmung

Heimkino

Während die Standardausgabe keine erwähnenswerten Extras enthält, beinhaltet die Special Edition (2 DVDs) u.a. ein vierteiliges visuelles Produktionstagebuch (insgesamt 90 Min.).

Verleih DVD
Paramount (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
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Diskussion
H.G. Wells’ Zukunftsroman „Krieg der Welten“ gehört seit seinem Erscheinen im Jahr 1898 zu den bahnbrechenden Werken der Kulturgeschichte. Erstmals wurde hier die Invasion einer außerirdischen Macht auf die Erde beschrieben – das Buch ist der Prototyp all jener unzähligen folgenden Werke, die dieses Motiv variieren. Dabei ist Wells’ Perspektive eine sozialphilosophische: Ihn interessieren vor allem die Folgen des Geschehens für die Menschheit. Wie im Labor untersucht er, wie sich Menschen in einer grundlegend veränderten Situation verhalten. Was mag wohl Steven Spielberg an diesem Stoff gereizt haben? Ausgerechnet jenen Regisseur, der mit „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (fd 20 719) und „E.T. – Der Außerirdische“ (fd 23 743) zwei rare Beispiele jenes Genres schuf, die die Begegnung mit anderen Lebensformen nicht negativ erzählen, sondern ihr Geheimnis und Poesie lassen, sogar Menschlichkeit abgewinnen? Besonders „E.T.“ schildert den Alien als niedliches Wesen, die Begegnung mit ihm als ungefährlich. Darum wurde der Film immer wieder auch als Ausdruck des politisch Unbewussten seiner Macher gedeutet sowie ihrer Absicht, das im Mainstream-Kino oft verfemte Fremde als positiv und interessant zu zeigen, für Offenheit und Toleranz zu plädieren. Beide Filme haben, trotz der für Spielberg üblichen, stilistisch wie politisch restaurativen Züge, wesentlich zu dessen Ruf als

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