L.A. Crash

Drama | USA/Deutschland 2004 | 113 Minuten

Regie: Paul Haggis

In einem episodischen Geflecht aus Geschichten werden einige Bewohner von Los Angeles mit der alltäglichen Gewalt und Intoleranz in ihrer Stadt konfrontiert, wobei deutlich wird, wie stark der Wunsch nach Erlösung und menschlicher Nähe ist. Der mitunter hysterisch anmutende Film geht das Wagnis ein, zu viel an Zorn und Aggression aneinander zu reihen, um die absurden Proportionen der urbanen Gesellschaft deutlich zu machen. Dabei lässt er zwar eine ordnende Hand vermissen, was der Ernsthaftigkeit seiner Absichten jedoch keinen Abbruch tut. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
CRASH
Produktionsland
USA/Deutschland
Produktionsjahr
2004
Regie
Paul Haggis
Buch
Paul Haggis · Bobby Moresco
Kamera
James Muro
Musik
Mark Isham · Shani Rigsbee
Schnitt
Hughes Winborne
Darsteller
Sandra Bullock (Jean Cabot) · Don Cheadle (Det. Graham Walters) · Matt Dillon (Sgt. Ryan) · Jennifer Esposito (Ria) · William Fichtner (Jake Flanagan)
Länge
113 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, des Drehbuchautors und des Darstellers Don Cheadle.

Verleih DVD
Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Die Erde bebt, die Dämme bersten, die Sintflut bricht sich ihre Bahn. Nichts erscheint ungewöhnlich an diesem Aufbäumen der Natur, das 1974 auf dem Höhepunkt des Katastrophenfilms in die Kinos kam und den Untergang als Dutzendware feilbot, nichts außer seinem Schauplatz: Es war Hollywood selbst, das von den Produzenten dem Kommerz geopfert wurde, und schon damals rätselten die Rezensenten, wie viel Selbstkritik in dieser Entscheidung verborgen lag. Vielleicht trieb die Studiobosse tatsächlich das schlechte Gewissen um. Schule machte „Erdbeben“ (fd 19 166) jedoch nicht im Mainstream Hollywoods, sondern nach einer Schamfrist von knapp zwei Jahrzehnten im amerikanischen Autorenkino: episodisch verschachtelte Erzählungen, eine unheilschwangere Atmosphäre und dazu viele Stars, die ein Ensemble von gesellschaftlichen Stellvertretern bilden. Das dramaturgische Prinzip des Katastrophenfilms kehrte zunächst in Lawrence Kasdans „Grand Canyon“ (fd

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