Strass - Spiel ohne Grenzen

- | Belgien 2001 | 86 Minuten

Regie: Vincent Lannoo

Die als "Dogma"-Film anerkannte "Mockumentary" porträtiert eine Brüsseler Schauspielschule, deren Star-Lehrer äußerst fragwürdige Methoden anwendet, seine Schüler psychisch quält und weibliche Studenten belästigt und missbraucht. Der Film untersucht das perfide System von Macht und Abhängigkeit, das sich hinter der Maske der "Kunst" tarnt, und reflektiert als prekäres "Spiel mit der Authentizität" gleichzeitig die eigenen medialen Gegebenheiten. - Ab 16 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
STRASS
Produktionsland
Belgien
Produktionsjahr
2001
Regie
Vincent Lannoo
Buch
Vincent Lannoo
Kamera
Gilles Bissot
Schnitt
Frédérique Broos
Darsteller
Pierre Lekeux (Pierre Radowsky) · Carlo Ferrante (Direktor) · Hélène Ramet (Hélène) · Lionel Bourguet (Lionel) · Gaëtan Bevernaege
Länge
86 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16 möglich.

Diskussion
Wie wird man ein guter Schauspieler? Pierre Radowsky, Lehrer an der Brüssler Schauspielschule „Strass“, gibt vor, den Weg zu diesem Ziel zu kennen: durch seine „Open Door Method“. Diese scheint ans „method acting“ nach Stanislawski bzw. Strasberg angelehnt zu sein: Die Schüler sollen die Emotionen, die es darzustellen gilt, „in sich“ finden. In der Praxis erweist sich diese Open-Door-Method allerdings als ziemliche psychische Quälerei, bei der die Schüler mit den Wutanfällen des Lehrers konfrontiert, gedemütigt und, wenn sie weiblich und halbwegs attraktiv sind, sexuell belästigt werden. Das hat seinen Sinn, gibt der Pädagoge vor: Es vermittele den Schülern wichtige „Erfahrungen“. Auch der Direktor des Konservatoriums betrachtet den Missbrauch der Pädagogen-Macht und speziell Radowskys sexuelle Eskapaden gegenüber seinen Schülerinnen gelassen: An einer Schauspielschule arbeite man mit Emotionen; da könne so was schon

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