A History Of Violence

Action | USA/Kanada 2005 | 95 Minuten

Regie: David Cronenberg

Der Betreiber eines Diners, die idealtypische Verkörperung des Durchschnittsamerikaners, steht für einige Tage im Mittelpunkt der medialen Öffentlichkeit, nachdem er in Notwehr zwei brutale Angreifer getötet hat. Doch der ersehnte Friede will sich nicht mehr einstellen. Ein zweites Mal stellen sich ungebetene Gäste ein, die den braven Familienvater mit seiner Vergangenheit als Mafiagröße konfrontieren. Existenzialistischer "film noir" über die Rückkehr des Verdrängten. Inszeniert als schwarze Komödie mit comichaften Elementen, betreibt der Film eine kluge Dekonstruktion des Actionfilms voller Ironie und Doppelbödigkeit. - Sehenswert.

Filmdaten

Originaltitel
A HISTORY OF VIOLENCE
Produktionsland
USA/Kanada
Produktionsjahr
2005
Regie
David Cronenberg
Buch
Josh Olson
Kamera
Peter Suschitzky
Musik
Howard Shore
Schnitt
Ronald Sanders
Darsteller
Viggo Mortensen (Tom Stall) · Maria Bello (Edie Stall) · Ed Harris (Carl Fogaty) · William Hurt (Richie Cusack) · Ashton Holmes (Jack Stall)
Länge
95 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert.
Genre
Action | Komödie | Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs, ein ausführliches und erhellendes „Making of“ (8 Teile, 66 Min.) sowie eine im Film nicht verwendete Szene (3 Min.). Die Fassungen auf DVD und BD unterscheiden sich geringfügig. Während die DVD die internationale Fassung enthält, beinhaltet die BD die US-amerikanische Rated-R-Version. Auf die Unterschiede geht das Feature „Violence's History: USA-Version im Vergleich mit der Internationalen Version“ (1:24 Min.) ein, das auf beiden Editionen vorhanden ist. Die Editionen sind mit dem Silberling 2006 respektive 2013 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Warner (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl., DD5.1 dt.)
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Diskussion
Eine Bilderbuch-Idylle in Indiana im mittleren Westen der USA, so idealtypisch und spießig, wie man es aus unzähligen Hollywood-Filmen kennt: Hier leben gute, gottesfürchtige Leute, die nichts Böses im Schilde führen; die Nachbarschaft ist solide, die sozialen Verhältnisse sind intakt, nachmittags duftet es nach Apfelkuchen; das aufregendste öffentliche Ereignis sind die örtlichen Baseballmeisterschaften. Einer dieser glücklichen Menschen ist Tom Stall. Auf einer kleinen Farm, direkt neben Maisfeldern, lebt er mit seiner Frau Edie, einem ehemaligen Cheerleadergirl, und seinen beiden sympathischen Kindern. Edie hat einen lukrativen Anwaltsjob, Tom selbst betreibt einen Coffee-Diner; tagaus, tagein steht er hier hinter dem Tresen, ein beliebter Mittelpunkt des Kleinstadtlebens. Die Alltagsexistenz dieser amerikanischen Musterfamilie wird von David Cronenberg so detailliert ausgemalt, um sie anschließend um so sarkastischer auseinander nehmen zu können. Denn dass es so nicht bleiben kann, ist von Beginn an klar. Selbst wenn man die Filme des Kanadiers nicht kennt, spürt man die Distanz des Regisseurs zu seinem Stoff, die analytische Kühle, mit der er die Genre-Erwartungen erfüllt, und emotional doch unbeteiligt bleibt, leicht spöttisch und überlegen gegenüber der Naivität seiner Figuren und ihres kleinen Glücks. Wie in einem Horrorfilm lastet eine Anspannung auf den Figuren, deren Ursache erst im Laufe

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