Die Reise der Pinguine

Dokumentarfilm | Frankreich/USA 2004 | 86 Minuten

Regie: Luc Jacquet

Bildgewaltiger, inszenatorisch indes fragwürdiger Dokumentarfilm über die beschwerliche Reise der Kaiserpinguine zu ihren Brutkolonien im Innern der Antarktis. Durch die extreme Vermenschlichung der Tiere, denen individuelle Stimmen aus dem Off angedichtet werden, richtet sich der Film an die Identifikationsbedürfnisse eines Massenpublikums und kann als Musterbeispiel für die manipulative Kraft des scheinbar Dokumentarischen gelten. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
LA MARCHE DE L'EMPEREUR | MARCH OF THE PENGUINS
Produktionsland
Frankreich/USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Luc Jacquet
Buch
Luc Jacquet · Michel Fessler
Kamera
Laurent Chalet · Jérôme Maison
Musik
Emilie Simon
Schnitt
Sabine Emiliani
Länge
86 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Die umfangreiche Special Edition (2 DVDs) enthält u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs, eine zweite, optional anwählbare, deutsche Alternativsynchronisation von Sky Du Mont mit eher sachlichem Zungenschlag und informierendem Charakter, eine isolierte Geräusch- und Tonspur sowie umfangreiche und interessante Dokumentationen als Sekundärmaterial, wie etwa "Frühling in der Antarktis" (52 Min.). Die Special Edition ist mit dem Silberling 2006 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Kinowelt (16:9, 1.85:1, DD5.1 frz./dt.)
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Diskussion
Der Film begleitet die Kaiserpinguine der Antarktis auf ihrem Weg zu ihrer Brutkolonie, wo die Tiere unter härtesten klimatischen Bedingungen seit Jahrtausenden Paarung und Brut hinter sich bringen. Tatsächlich findet der Fortpflanzungszyklus der Königspinguine unter schwierigsten Bedingungen statt: Paarungsrituale, Brut und Aufzucht fordern einen Zeitaufwand, der den jahreszeitlichen Zyklen der Antarktis nicht angemessen ist. Zudem müssen die Wasservögel weite Strecken über Land zurücklegen, was den erheblichen Putzigkeitsfaktor der vorgeführten Reise deutlich steigert. Wer wusste schon, dass Pinguine an Land sich nicht nur liebenswert watschelnd fortbewegen, sondern, sofern der vereiste Untergrund es erlaubt, auch bäuchlings durch die Gegend schlittern? Auch sonst haben es Königspinguine außerhalb des Wassers nicht leicht, machen aber das Beste daraus. Nach der langen Wanderung übers Eis versammeln sich die Tiere an einem Ort, um sich fortzupflanzen, an dem sie aber keine

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