Eine andere Liga

Sportfilm | Deutschland 2004 | 103 Minuten

Regie: Buket Alakus

Eine fußballbegeisterte Deutschtürkin setzt sich im pubertären Dauerstreit gegen ihren Vater durch, frönt ihrer Leidenschaft und trainiert eine Frauenmannschaft, obwohl sie ihren von Krankheit gezeichneten Körper dabei bis zur Selbstaufgabe verleugnet. Das um eine positive Ausstrahlung bemühte Feel-Good-Movie lässt das komische Konfliktpotenzial kultureller Unterschiede weitgehend ungenutzt und zieht sich eher auf Unverbindlichkeiten und Standardsituationen des Sportfilms zurück. Überzeugend und berührend fällt dagegen die intensive Liebesgeschichte aus, die ganz von der großartigen Hauptdarstellerin geprägt wird. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2004
Regie
Buket Alakus
Buch
Buket Alakus · Jan Berger
Kamera
Bella Halben
Musik
Ali N. Askin
Schnitt
Andreas Radtke
Darsteller
Karoline Herfurth (Hayat) · Thierry van Werveke (Baba Can) · Ken Duken (Toni, Trainer) · Zarah Jane Mckenzie (Ali) · Paula Paul (Biggi)
Länge
103 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Sportfilm

Diskussion
Neben dem Genre des Boxerfilms erfreuen sich auch Fußballfilms neuerdings besonderer Beliebtheit, wenn es darum geht, Frauenfiguren als Kämpfernaturen zu inszenieren. Ein Trend, den das deutsche Nachwuchskino jetzt leicht verspätet aufgreift: Zeitgleich mit „Die Boxerin“ von Catharina Deus (vgl. Kritik in der nächsten Ausgabe) kommt der zweite Langfilm der 34-jährigen Deutschtürkin Buket Alakus ins Kino, die bereits mit ihrem Debüt „Anam“ (fd 35 392) ein Faible für Frauenschicksale im multikulturellen Immigrantenmilieu bewies. „Kick it like Ballack“ könnte der Film auch heißen, so unverkennbar sind die inhaltlichen Parallelen bis ins Detail zum britischen Original („Kick it like Beckham, fd 35 598) – nur dass in „Eine andere Liga“ der Konfliktstoff des Aufeinandertreffens gegensätzlicher Kulturen seltsam ausgeblendet bleibt. Der Wille zur international kompatiblen Unterhaltung ist Alakus’ unentschiedener, schlicht mutloser „Dramödie“ von der ersten Einstellung an anzumerken. Nicht mit Musik von deutschen Nachwuchsbands, sondern mit Brit Pop unterlegt sie jede zweite Szene und bedient sich einer aufwändigen Bildsprache, als gel

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