Fräulein Schmetterling

- | DDR 1965 | Minuten

Regie: Kurt Barthel

Die Geschichte einer 18-jährigen Frau und ihrer kleinen Schwester, die nach dem Verlust des geliebten Vaters der staatlichen Obhut anheim fallen. Da der Größeren die angebotenen Lehrstellen nicht zusagen und auch die staatlich vermittelte Neubauwohnung nicht ihren Vorstellungen entspricht, ziehen sie sich in eine Altbauwohnung zurück und hängen ihren Tagträumen nach, in denen sie als Pantomimen den Menschen ein Lächeln entlocken. Die Geschichte zweier jungen Menschen, die sich nicht vorschreiben lassen, wie sie zu leben haben und ihre eigenen Vorstellungen verwirklichen wollen, konnte in der DDR nicht hingenommen werden; sie fiel 1965 dem Verdikt des 11. Plenums des ZK der SED zum Opfer. Die Dreharbeiten wurden abgebrochen, die fertiggestellten Szenen verschwanden im Archiv. Die überlieferte Rohschnittfassung, die noch 1990 von einer Kommission des DDR-Film- und Fernsehverbands gesichtet wurde, gilt heute als verschollen. Das vorliegende Fragment, eine Zusammenführung von Fiktionalem und Dokumentarischem, wurde anhand des überlieferten Materials zu einem spannenden, historisch wie ästhetisch reizvollen Werk rekonstruiert. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
DDR
Produktionsjahr
1965
Regie
Kurt Barthel
Buch
Kurt Barthel · Christa Wolf · Gerhard Wolf
Kamera
Hans-Jürgen Sasse · Claus Neumann
Musik
Peter Rabenalt
Schnitt
Rita Hiller
Darsteller
Melania Jakubisková (Helene) · Christa Heiser (Asia) · Carola Braunbock (Tante) · Milan Sladek (Pantomime) · Rolf Hoppe (Himmelblau)
Länge
Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.

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