Lord of War - Händler des Todes

Action | USA 2005 | 123 Minuten

Regie: Andrew Niccol

Ein Waffenhändler steigt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs aus bescheidenen Anfängen zum Multimillionär auf und kann seinen Profit durch Lieferungen an einen liberianischen Diktator mehren, der sein Volk in einem langjährigen Bürgerkrieg abschlachten lässt. Der aus der Perspektive des "Täters" erzählte Film spiegelt zwar den Zynismus der Branche, lotet sein Thema jedoch nicht aus, sondern erschöpft sich in inszenatorischen Grobschlächtigkeiten. Dadurch verpufft die politische Abrechnung zugunsten eines reinen Actionkinos.

Filmdaten

Originaltitel
LORD OF WAR
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2005
Regie
Andrew Niccol
Buch
Andrew Niccol
Kamera
Amir Mokri
Musik
Antonio Pinto
Schnitt
Zach Staenberg
Darsteller
Nicolas Cage (Juri Orlow) · Ethan Hawke (Valentine) · Bridget Moynahan (Ava Fontaine) · Jared Leto (Vitali Orlow) · Shake Toukhmanian (Irina Orlow)
Länge
123 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Action

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs sowie ein Feature mit sieben im Film nicht verwendeten Szenen (7 Min.).

Verleih DVD
Sony/MGM (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Vor den Ruinen eines Dorfes steht ein Mann im schwarzen Anzug mit einem Koffer in der Hand. Ein Meer leerer Patronenhülsen liegt zwischen ihm und den Zuschauern, dann überbrückt die Kamera in rascher Fahrt diese Distanz. Der Mann dreht sich um und spricht direkt ins Objektiv: „Jeder zwölfte Mensch auf der Welt besitzt heute eine Feuerwaffe. Die Frage ist, wie munitioniere ich die anderen elf.“ Auf deutschen Theaterbühnen ist der Teufel gerne in solcher Verkleidung unterwegs, als nüchterner Handlungsreisender in Sachen Massenmord. Den Waffenhändler Yuri Orlov treibt jedoch seine allzumenschliche Natur von Kriegsschauplatz zu Kriegsschauplatz: Er ist der Beste in seinem Gewerbe, er ist damit reich geworden und er hat ohnehin nichts anderes gelernt. Moralische Bedenken sind bei ihm nicht ausgeschlossen, werden aber als geschäftsschädigend in den hintersten Winkel des Bewusstseins abgesch

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