Das Leben der Anderen

Drama | Deutschland 2005 | 137 Minuten

Regie: Florian Henckel von Donnersmarck

Die DDR Mitte der 1980er-Jahre: Ein mächtiger Minister, der eine gefeierte Theaterschauspielerin begehrt, will deren Lebensgefährten, einen renommierten Dramatiker, aus dem Weg schaffen. Ein Abhörspezialist der Stasi soll deshalb in einem "operativen Vorgang" die Loyalität des Staatsdichters prüfen, verwanzt die Wohnung des Paares und hofft auf regimekritische Äußerungen. Dabei gerät er aber in seinem Glauben ans System selbst zunehmend ins Wanken. Der eindringlich und intensiv inszenierte, herausragend gespielte Film analysiert über die Einzelschicksale hinaus die Mechanik eines Unrechtssystems und beschreibt distanziert dessen Funktionsweise. Über die künstlerischen Qualitäten hinaus ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2005
Regie
Florian Henckel von Donnersmarck
Buch
Florian Henckel von Donnersmarck
Kamera
Hagen Bogdanski
Musik
Gabriel Yared · Stéphane Moucha
Schnitt
Patricia Rommel
Darsteller
Martina Gedeck (Christa-Maria Sieland) · Ulrich Mühe (Hauptmann Gerd Wiesler) · Sebastian Koch (Georg Dreyman) · Ulrich Tukur (Oberstleutnant Anton Grubitz) · Thomas Thieme (Minister Bruno Hempf)
Länge
137 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die umfangreiche Special Edition (2 DVDs) enthält u.a. ein vom Regisseur kommentiertes Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen sowie einen Audiokommentar des Regisseurs und einen Audiokommentar von Hauptdarsteller Ulrich Mühe.

Verleih DVD
Buena Vista (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Endlich ein Debüt, das sich nicht in einer Chronik der eigenen Generationsbefindlichkeiten erschöpft, sondern mit großer Präzision in den an Dramen überquellenden Fundus der deutschen Nachkriegsgeschichte greift, ohne Angst vor großen Gefühlen und einem Thriller-Plot, der das Gesehene ganz nah heranrückt und nicht durch komödiantische Zuspitzungen auf Distanz hält. Es ist das große Verdienst des herausragenden Debüts von Florian Henckel von Donnersmarck, dass er den Unrechtsstaat DDR nicht mit den Mitteln der Groteske der Lächerlichkeit preisgibt und wie einen längst vergangenen surrealen Albtraum ad acta legt. Die Ernsthaftigkeit, mit der von Donnersmarck die Kontrollmechanismen des Stasi-Überwachungsstaats beleuchtet, war wohl der Grund dafür, dass er bei seinem ersten Langfilm ein ganzes Ensemble renommierter deutscher Schauspieler – von Ulrich Mühe über Sebastian Koch und Martina Gedeck bis zu Ulrich Tukur – für das Projekt gewinnen konnte, für das er fünf Jahre lang recherchierte. Der Regisseur, Jahrgang 1973, ist nach einem Regie-Studium an der HFF München seit 1998 durch eine Reihe preisgekrönter Kurzfilme aufgefallen. Zuvor studi

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