Die Zeit die bleibt

Drama | Frankreich 2005 | 85 Minuten

Regie: François Ozon

Ein 31-jähriger homosexueller Modefotograf erkrankt unheilbar an einem Tumor. In den wenigen Monaten, die ihm an Lebenszeit bleiben, isoliert er sich zunehmend von den Menschen in seinem Umfeld, lässt nur noch sporadisch Nähe, etwa zu seiner Großmutter, zu und zeugt mit einer ihm fremden Frau ein Kind, deren Mann unfruchtbar ist. Eine betont subjektive, formal strenge, distanziert und mitunter unterkühlt durchdachte Suche nach der eigenen Wahrheit und zugleich eine sehr persönliche, intime Studie über die Trauer und die Hilflosigkeit angesichts des Todes. (Mittelstück von Ozons "Trilogie über die Trauer"; vgl. auch "Unter dem Sand" und "Rückkehr ans Meer") - Sehenswert.

Filmdaten

Originaltitel
LE TEMPS QUI RESTE
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2005
Regie
François Ozon
Buch
François Ozon
Kamera
Jeanne Lapoirie
Musik
Valentin Silvestrov · Arvo Pärt · Marc-Antoine Charpentier
Schnitt
Monica Coleman
Darsteller
Melvil Poupaud (Romain) · Jeanne Moreau (Laura) · Valeria Bruni-Tedeschi (Jany) · Daniel Duval (Romains Vater) · Marie Rivière (Romains Mutter)
Länge
85 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Paramount (1:2.35/Dolby Digital 5.1)
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Diskussion
In der Regel weiß niemand, wie viel Zeit einem zum Leben bleibt, und das ist gut so. Romain aber, ein 31-jähriger Modefotograf, wird nach einem Schwächeanfall mit genau dieser brutalen Gewissheit konfrontiert. Nein, erläutert der Arzt dem gutaussehenden Homosexuellen, Romain sei nicht an AIDS erkrankt, vielmehr habe man einen Tumor entdeckt, der nicht operierbar sei. Seine Chancen lägen bei fünf Prozent. Nicht weniger?, fragt Romain. Doch, leider. Es blieben ihm drei Monate. Ein Durchschnittswert. Wie soll man mit einer solchen Wahrheit umgehen? Was man sich kaum in Gedanken vorzustellen vermag und liebend gern verdrängt, spielt François Ozon im mittleren Teil seiner Trilogie über die Trauer konsequent durch – betont subjektiv, stets in der Möglichkeitsform, modellhaft, aber ohne Modellcharakter. Wie die von Charlotte Rampling verkörperte Frau im ersten Film der Trilogie, „Unter dem Sand“ (fd 35 132), muss auch Romain lernen, sich mit etwas Unfassbarem abzufinden, in diesem Fall nicht mit dem Tod eines geliebten Men

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