Kifferwahn

- | USA/Deutschland 2005 | 112 Minuten

Regie: Andy Fickman

Musical nach dem amerikanischen Aufklärungsfilm "Reefer Madness" (1936), der vor Cannabis-Sucht warnen wollte und seinerseits unter Studenten Kultstatus erlangte. Ein junges naives Paar gerät in die Fänge eines skrupellosen Dealers und seiner Clique und erlebt, wie sich sein Traum vom anständigen Leben in Schall und Rauch auflöst. Eine parodistische Breitseite gegen die Weltsicht der konservativen Rechten im heutigen Amerika, die mit schwungvoller Musik und gewitzten Dialogen aufwartet, über weite Strecken aber nichts weiter tut, als die Vorurteile eines liberalen Publikums zu bestätigen. Erschwerend kommt hinzu, dass die ungewollte Selbstparodie der Vorlage kaum zu überbieten ist. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
REEFER MADNESS: THE MOVIE MUSICAL
Produktionsland
USA/Deutschland
Produktionsjahr
2005
Regie
Andy Fickman
Buch
Kevin Murphy · Dan Studney
Kamera
Jan Kiesser
Musik
Dan Studney
Schnitt
Jeff Freeman
Darsteller
Kristen Bell (Mary Lane) · Christian Campbell (Jimmy Harper) · Neve Campbell (Miss Poppy) · Alan Cumming (Dozent/Satyr/Franklin D. Roosevelt) · Ana Gasteyer (Mae Coleman)
Länge
112 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.

Heimkino

Die Standardausgabe hat keine erwähnenswerten Extras. Die Doublefeature DVD "Reefer Madness" enthält als Bonus den kompletten Film "Reefer Madness - Kiffen macht crazy" (65 Min.) von 1936, der die Produzenten zum Musical inspiriert hat.

Verleih DVD
Warner/VCL (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
VCL (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Manche Filme gelingen gerade, weil sie scheitern. Das ist keine geringe Einsicht, denn ohne sie würde uns der ästhetische Mehrwert absurder Fabeln, hilfloser Schauspieler und hanebüchener Dialoge wohl entgehen. In schlechten Filmen wird die Fiktion oft genug vom Dokumentarischen überwältigt: Die guten Absichten ihrer Schöpfer drängen in den Vordergrund, und mit ihnen Träume, Ängste und Eitelkeiten, die von einer mit Hingabe zusammengeschusterten Erzählung nur notdürftig bedeckt werden. Im Dilettantismus steht der kreative Impuls gleichsam in Unterhosen da, was seit den 1960er-Jahren nicht nur zur Rehabilitation etlicher Machwerke geführt hat, sondern auch zu manch teuer produzierter Huldigung. Schon bei Tim Burtons Hommage an den Filmemacher Ed Wood (fd 31 408) konnte man sich allerdings fragen, ob sich der dokumentarische Überschuss des Trashfilms überhaupt in die Bahnen des klassischen Unterhaltungskinos lenken lässt. Gleiches gilt nun auch für das Musical „Kifferwahn“, das nach dem amerikanischen Aufklärungsfilm „Reefer Madnes

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