Horror | USA 2005 | 93 Minuten

Regie: Eli Roth

Zwei amerikanische Jugendliche werden in der Slowakei Opfer von Menschenhändlern, die ausländische Touristen von zahlungswilligen Kunden zu Tode foltern lassen. Der Film scheint sich zunächst kritisch mit der hedonistischen Attitüde seiner Protagonisten auseinander zu setzen, verkehrt diesen Ansatz aber bald ins Gegenteil, indem er einen der Jugendlichen unvermittelt zur Heldenfigur aufbaut. Der bedrängende Horrorfilm verflacht in der Folge zum banalen Actionkino, das mit expliziten Gewaltszenen Aufmerksamkeit erheischen will.

Filmdaten

Originaltitel
HOSTEL
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2005
Regie
Eli Roth
Buch
Eli Roth
Kamera
Milan Chadima
Musik
Nathan Barr
Schnitt
George Folsey jr.
Darsteller
Jay Hernandez (Paxton) · Derek Richardson (Josh) · Eythor Gudjonsson (Oli) · Barbara Nedeljáková (Natalja) · Jan Vlasák (holländischer Geschäftsmann)
Länge
93 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18; nf (DVD ab 18 & SPIO
JK)
Genre
Horror

Heimkino

Die Extras der umfangreichen Standard- und Extended-Edition umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, einen Audiokommentar des Regisseurs mit den Ausführenden Produzenten Quentin Tarantino, Boaz Yakin und Scott Spiegel, einen Audiokommentar des Regisseurs mit den Darstellern Barbara Nedeljáková und Eythor Gudjonsson, dem Editor George Folsey jr. und dem Web-Autor Harry Knowles und schließlich einen Audiokommentar des Regisseurs mit dem Produzenten Chris Briggs und dem Regisseur der Dokumentation, Gabriel Roth. Alle Kommentare sind deutsch untertitelbar. Des Weiteren enthält die Edition ein Multi-Angle-Feature der Szene "Kill the Car" (2:30 Min.) und eine ausführliche Dokumentation zum Film (55 Min.). Die neben der "ab 18" freigegebenen Kinofassung (Standard Edition) erhältliche SPIO/JK-Fassung (Extended Version) ist nur um wenige Sekunden verlängert.

Verleih DVD
Sony (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Die Dramaturgie von „Hostel“ setzt an, lange bevor der Zuschauer den Kinosaal betritt. Schon das Plakatmotiv – eine Bohrmaschine senkt sich in den Mund eines schreienden Mannes hinab – ist Drohung und Versprechen zugleich. Dass der Film die Grenzen der Gewaltdarstellung sprenge, an die man sich im Kino mittlerweile gewöhnt hat, will auch das PR-Material zu „Hostel“ nahelegen, das von „bislang unbekannter Grausamkeit und Perversion“ schwärmt. Derart präpariert, erwartet man von jeder Szene das Schlimmste und verfolgt das Geschehen mit nervöser Anspannung – zumal der Anfang die im Vorfeld erzeugte Erwartungshaltung aufgreift und den Zuschauer in eine finstere Folterkammer entführt, die nach getaner Arbeit gerade gesäubert wird: Zweckentfremdete Werkzeuge werden gereinigt; Blut und herausgerissene Zähne in

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