Das Omen (2006)

Horror | USA 2006 | 110 Minuten

Regie: John Moore

Remake des gleichnamigen Horrorfilms aus dem Jahr 1975, in dem sich der Sohn eines amerikanischen Diplomaten als Ausgeburt der Hölle entpuppt, der die Weltherrschaft anstrebt und dem Papst nach dem Leben trachtet. Der im Fahrwasser einschlägiger Verschwörungstheorien angesiedelte Film setzt in erster Linie auf handfeste, stets der Oberfläche verhaftete Genreunterhaltung, wobei aber vor allem die engagierten Darsteller durchaus überzeugen.

Filmdaten

Originaltitel
THE OMEN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2006
Regie
John Moore
Buch
Dan McDermott · David Seltzer
Kamera
Jonathan Sela
Musik
Marco Beltrami · Jerry Goldsmith
Schnitt
Dan Zimmerman
Darsteller
Liev Schreiber (Robert Thorn) · Julia Stiles (Katherine Thorn) · Mia Farrow (Mrs. Baylock) · David Thewlis (Jennings) · Michael Gambon (Carl Bugenhagen)
Länge
110 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Horror

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, des Produzenten Glenn Williamson und des Cutters sowie ein Feature mit drei im Film nicht verwendeten Szenen (7 Min.).

Verleih DVD
Fox (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
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Diskussion
Dass der Papst eine Sternwarte betreibt, ist keine Hollywood-Erfindung. Könnte man aber denken, wenn am Beginn von „Das Omen“ das vatikanische Teleskop wie eine doppelläufige Flinte bedrohliche Himmelserscheinungen anpeilt: Drei Meteore werden als Menetekel der Geburt des Antichristen dechiffriert. Hektisch schlagen die Geistlichen in der „Offenbarung des Johannes“ nach, rekapitulieren fieberhaft die jüngsten Weltkatastrophen und verständigen endlich den Heiligen Vater: „Die Ereignisse wurden erfolgreich interpretiert“, stellt ein Kardinal kreidebleich fest. Das „Omen“-Intro präsentiert die römische Geistlichkeit als Kaffeesatzleseverein und wirkt wie eine Reaktion auf Dan Browns „Sakrileg“: Steht schon die Deutungshoheit der Kirche in Sachen Jesu in Frage, nimmt sie zur Abwechslung eben das Böse aufs Korn. Allerdings ist gegen satanische Mächte keine Waffe in Sicht, und auch Problembewusstsein hilft hier wenig: „Wissen ist Ohnmacht“, raunt der „Omen“-Mythos, der mit der albernen dritten Fortsetzung 1990 sanft entschlief und nun, 30 Jahre nach der Erstverfilmung, seine Wiedergeburt feiert. Da Capo für Kirchenchöre, die in Surround-Sound Satans Sohn preisen, für schwarze

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