Katastrophenfilm | USA 2006 | 98 Minuten

Regie: Wolfgang Petersen

Aus dem dramatischen Katastrophenfilm "Die Höllenfahrt der Poseidon" (1972) wird in der hektischen und überladenen Neuverfilmung ein hohles und unberührendes Klischee-Abenteuer, in dem die äußerlichen Aspekte einer Schiffskatastrophe jede Vertiefung der Charaktere erschlagen. Ein Paradebeispiel dafür, wie auch ein talentierter Regisseur an einem schlechten Drehbuch und an der Uniformität heutiger Special-Effects-Filme scheitern kann. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
POSEIDON
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2006
Regie
Wolfgang Petersen
Buch
Mark Protosevich
Kamera
John Seale
Musik
Klaus Badelt
Schnitt
Peter Honess
Darsteller
Josh Lucas (Dylan Johns) · Kurt Russell (Robert Ramsey) · Jacinda Barrett (Maggie James) · Richard Dreyfuss (Richard Nelson) · Jimmy Bennett (Conor James)
Länge
98 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Katastrophenfilm

Heimkino

Die Extras der Doppel-DVD enthalten die üblichen Extras (wie "Making of" u.ä.) in einer ausgedehnten, jedoch kaum bemerkenswerten Art.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Anfang der 1970er-Jahre war „Die Höllenfahrt der Poseidon“ (fd 18 169) einer jener Filme, die den Katastrophenfilm aus den Niederungen des B-Pictures befreiten und zu einem der finanziell einträglichsten und dauerhaftesten Genres der Hollywood-Studios beförderten. Schützenhilfe erfuhr er damals von Produktionen wie „Airport“ (fd 16 767), „Erdbeben“ (fd 19 166) und „Flammendes Inferno“ (fd 19 222). Das Publikum liebte diese Filme, kombinierten sie doch auf seinerzeit einzigartige Weise effektgeladene Action mit menschlichem Drama. Die Mehrzahl der Kritiker schien sich allerdings zu schade zu sein, das naive Vergnügen am Auskosten existenzieller Angst und heroischer Heldentaten zuzugeben und bemängelte die veräußerlichte Behandlung von Charakteren und Verhaltensweisen. Sieht man die viel gescholtenen Katastrophenfilme von einst erneut, um zu prüfen, ob sie nach drei Jahrzehnten neben der Neuverfilmung des „Poseidon“-Stoffs bestehen können, ist das Ergebnis verblüffend: Auch ohne den innovativen Sensurround-Ton, der einst das Publikum zum Zittern brachte, wirkt „Erdbeben“ dramatischer als viele der heutigen Sp

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