Der Hals der Giraffe

Komödie | Frankreich/Belgien 2004 | 84 Minuten

Regie: Safy Nebbou

Nachdem ein neunjähriges Mädchen die Briefe der angeblich toten Großmutter gelesen hat, "entführt" es seinen Großvater aus einem Pariser Altenheim. Die Mutter im Schlepptau, erzwingt das Kind eine Familienzusammenführung und bringt ein Gebilde aus Lebenslügen zum Einsturz. Erstlingsfilm als präzis beobachtendes Road Movie, das subtil zwischen Komödie und Melodram wechselt und von der entwaffnenden Kraft kindlicher Wahrheitssuche handelt. Gänzlich unaufgeregt erzählt der leise Film seine mitunter ergreifende Geschichte. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
LE COU DE LA GIRAFE
Produktionsland
Frankreich/Belgien
Produktionsjahr
2004
Regie
Safy Nebbou
Buch
Safy Nebbou · Agnès Yobregat
Kamera
Romain Winding
Musik
Pascal Gaigne
Schnitt
Bernard Sasia
Darsteller
Sandrine Bonnaire (Hélène) · Claude Rich (Paul) · Louisa Pili (Mathilde) · Darry Cowl (Léo) · Philippe Leroy-Beaulieu (Maxime)
Länge
84 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Komödie | Melodram | Road Movie

Heimkino

Verleih DVD
Schwarz Weiss (1:1,85/Deutsch DD 2.0/Franz.)
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Diskussion
Die Enkelin will es wissen: Sie will alles wissen über die alten Geschichten. Die Kamera bleibt von der ersten Einstellung an auf ihrer Augenhöhe und fixiert sanft ihr ernstes und willensstarkes Kindergesicht. Schweigen und Verdrängen gibt es reichlich in ihrer Familie und dazu das Phantom der Großmutter, die von Biarritz aus drei Jahrzehnte lang mit unzähligen Briefen vergeblich den Kontakt mit Ehemann und Tochter zu halten versuchte. Beide haben mit der Großmutter abgeschlossen und sie für tot erklärt. Die neunjährige Mathilde, die mit ihrer Leseschwäche schwer zu kämpfen hat und sich in ihre eigene Welt zurückzieht, entdeckt die ungeöffnete Korrespondenz in ihrer Matratze, reißt in der Nacht aus und „entführt“ kurzerhand

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