Miami Vice

Polizeifilm | USA 2006 | 132 Minuten

Regie: Michael Mann

Zwei Drogenfahnder aus Miami schmuggeln sich in ein kolumbianisches Kartell ein, fliegen aber durch einen Maulwurf in den eigenen Reihen auf. Um diese lediglich rudimentär angerissene Handlung entwickelt sich ein rasanter Polizei-Thriller, der den Arbeitsalltag der beiden Polizisten sowie ihr eher ambivalentes Verhältnis zum Gangsterleben beschreibt. Keine Kinofassung der gleichnamigen Fernsehserie der 1980er-Jahre, sondern der attraktive, gleichwohl nie genügend vertiefte Versuch, mit Farben und Stilmitteln des Neo-Film-Noir Rituale und Umgangsformen in einer komplexen Welt wechselseitiger Grenzüberschreitungen zu beschreiben. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MIAMI VICE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2006
Regie
Michael Mann
Buch
Michael Mann
Kamera
Dion Beebe
Musik
Klaus Badelt · John Murphy · Organized Noise
Schnitt
William Goldenberg · Paul Rubell
Darsteller
Colin Farrell (Sonny Crockett) · Jamie Foxx (Ricardo Tubbs) · Gong Li (Isabella) · Naomie Harris (Trudy Joplin) · Luis Tosar (Arcángel de Jesús Montoya)
Länge
132 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Polizeifilm | Thriller

Heimkino

Verleih DVD
Universal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Bootfahren, Mojito trinken und pastellige Anzüge tragen: Dass die von ihren Stars Don Johnson und Philip Michael Thomas geprägte Fernsehserie (1984–89) „Miami Vice“ „Kult“ und Hedonismus-Feier ist, gilt als ausgemacht. Da lag es nahe, auch für die Kinoversion mit Michael Mann einen „Kultregisseur“ zu verpflichten, einen Meister visueller Eleganz, dessen Filme zugleich männlich geprägte Arbeitswelten ausloten, den Machismo ihrer Figuren im selben Moment feiern und ihn dekonstruieren. Ein solcher Ansatz, in Manns Filmen „Heat“ (fd 31 814), „The Insider“ (fd 34 234) und „Collateral“ (fd 36 686) auf die Ebene filmischer Meisterwerke gehoben, ist auch für den Stoff von „Miami Vice“ vielversprechend – zumal Mann in den 1980er-Jahren als Executive Producer und kreativer Kopf der Serie seine Kinokarriere begründete. Solche hoch gesteckten Erwartungen löst Manns achter Spielfilm eher begrenzt ein – man muss den Film loben, weil er allen durchschnittlichen Polizeifilm-Mainstream weit in den Schat

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