Sehnsucht (2006)

Drama | Deutschland 2006 | 88 Minuten

Regie: Valeska Grisebach

Das Leben eines jungen Ehepaars in der brandenburgischen Provinz gerät in eine schwere Krise, als sich der Mann in eine andere Frau verliebt und sich nicht zu der Entscheidung durchringen kann, wie sein weiteres Leben aussehen soll. Die schlichte, wortarm und still erzählte Ehebruchgeschichte fesselt durch die einfühlsame Fotografie, die in den Landschaftsaufnahmen das Seelenleben der Protagonisten spiegelt, präzise (Alltags-)Beobachtungen und vor allem überzeugende Darsteller, die die verborgenen Wünsche der Charaktere, aber auch ihre seelische Not zum Ausdruck bringen. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Valeska Grisebach
Buch
Valeska Grisebach
Kamera
Bernhard Keller
Schnitt
Bettina Böhler · Valeska Grisebach · Natali Barrey
Darsteller
Andreas Müller (Markus) · Ilka Welz (Ella) · Anett Dornbusch (Rose) · Erika Lemke (Oma) · Markus Werner (Nachbarsjunge)
Länge
88 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein informatives Booklet.

Verleih DVD
Piffl (16:9, 1.78:1, DD2.0 dt.)
DVD kaufen
Diskussion

Ist es ein Unfall? Ein Selbstmordversuch? Ein wenig von beidem? Der Film beginnt mit einem Fragezeichen – und er beginnt stark. Von Kindesbeinen an scheinen Markus und Ella ein glückliches Paar zu sein. Sie leben in einem kleinen Dorf in der Nähe von Berlin, und sie lieben sich. Aber sind sie wirklich glücklich? Markus’ Unfall, der vielleicht keiner war, streut Zweifel. Ella verdient als Haushaltshilfe ein wenig Geld dazu und singt im Kirchenchor. Markus arbeitet als Schlosser, außerdem ist er bei der Freiwilligen Feuerwehr. Langweilig, beengend mag das klingen, aber Valeska Grisebach schildert es nicht so. Sie erzählt von einem ganz normalen, aber ebenso einzigartigen Alltag, einem Leben voll mit schönen und tristen Momenten, irgendwo in Brandenburg. Die Dorfgemeinschaft beneidet das harmonische Paar. Doch beide sind um die 30, und da fragt man sich, nicht nur auf dem Lande: „Ist das alles?“ Keiner der beiden formuliert diese Frage, aber vor allem bei Markus, der ins Zentrum feinsinniger filmischer Beobachtungen gerückt wird, ist die Sehnsucht, die in ihm wuchert, augenscheinlich. Andreas Müller macht sie mit jeder Faser sein

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren