Drama | Deutschland 2005 | 90 Minuten

Regie: Züli Aladag

Als eine türkische Jugendgang in Berlin einen Jungen schikaniert, mischt sich dessen Vater, ein angehender Universitätsprofessor, ein. Zunächst mit Erfolg, doch der Anführer der Türken will sich nicht geschlagen geben. Mit jeder Aktion, die der Germanist gegen seinen Gegner unternimmt, gießt er mehr Öl ins Feuer. Es entsteht ein explosives Gemisch aus Wut, Demütigung und Ohnmacht, was in eine Katastrophe mündet. Spannend und dicht inszenierter, gut gespielter Thriller über Jugendgewalt und Ausländerfeindlichkeit, der keine Lösungsansätze skizziert, sondern die Realität schonungslos abbildet und eine eskalierende Situation entwirft, in der der Rechtsstaat an seine Grenzen stößt. Dabei verweigert sich der Film einfachen Antworten und plädiert nicht dafür, Gewalt umstandslos mit Gewalt zu beantworten. Gewalt zeigt er nie um ihrer selbst willen, verdeutlicht sie vielmehr als stumpf, hässlich, ratlos und irreführend. Die Geschichte ist zwar psychologisch nicht allzu subtil erzählt, zeichnet aber keinesfalls schwarz-weiß, sondern taucht alle Figuren in ein beängstigendes Zwielicht. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2005
Regie
Züli Aladag
Buch
Max Eipp
Kamera
Wojciech Szepel
Musik
Johannes Kobilke
Schnitt
Dora Vajda · Andreas Wodraschke
Darsteller
Oktay Özdemir (Can) · August Zirner (Simon Laub) · Corinna Harfouch (Christa Laub) · Robert Höller (Felix Laub) · Ralph Herforth (Michael)
Länge
90 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

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