Eden (2006)

Drama | Deutschland/Schweiz 2006 | 104 Minuten

Regie: Michael Hofmann

Ein menschenscheuer Meisterkoch zählt in einem Schwarzwälder Kurort auf eine eingeschworene kulinarische Fangemeinde. In einer neuen Kellnerin und ihrer behinderten Tochter findet er ungeahnte menschliche Bezugspunkte, löst aber einen Konflikt mit dem Ehemann der verhuschten Angestellten aus, als er sie durch seine Kochkunst in eine gänzlich andere Welt einführt. Das in leisen Tönen inszenierte spannende Drama verdichtet sich zum Psychogramm einer Gesellschaft, in der Genuss in Gier umschlägt und sich Liebe in Gewalt verwandelt. Die Kochkunst dient dabei als Metapher für die Vertreibung aus dem Paradies oder als eine Möglichkeit, dorthin Zugang zu erlangen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
EDEN
Produktionsland
Deutschland/Schweiz
Produktionsjahr
2006
Regie
Michael Hofmann
Buch
Michael Hofmann
Kamera
Jutta Pohlmann
Musik
Christoph Kaiser · Julian Maas
Schnitt
Bernhard Wiesner · Isabel Meyer
Darsteller
Josef Ostendorf (Gregor) · Charlotte Roche (Eden) · Devid Striesow (Xaver) · Leonie Stepp (Leonie) · Max Rüdlinger (Ludwig)
Länge
104 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Pandora (16:9/Dolby Digital 5.1)
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Diskussion
Liebe, sagt man, geht durch den Magen. Wie „Eden“ eingangs mit bukolischer Lust zeigt, geht sogar die Selbstliebe durch den Magen, was in Zeiten von Slim Fast und Workouts liebenswert antiquiert erscheint. Zudem fungiert das Essen, seine Zubereitung und sein Verzehr, hier zuallererst einmal als Medium, als Katalysator einer Kommunikation, die gut daran tut, auf Worte nach Möglichkeit zu verzichten. Des weiteren aber ist die hier zelebrierte Kochkunst in jedem Fall auch eine Kunst, weshalb sich ein recht lückenloser Kunst- und Künstler-Diskurs durch den Film zieht, der immer dann schmerzhaft wird, wenn es um die Frage einer Demokratisierung von Kunst geht. In „Eden“ ist der Künstler noch „Genie“, das nicht über, sondern durch seine Kunst zu den Eingeweihten spricht. Insofern ist der exzentrische Koch Gregor das genaue Gegenteil all jener Fernsehköche, deren Aktivitäten zu den Quotenbringern der aktuellen Medienlandschaft zählen. In „Eden“ zeigt Michael Hofmann („Der Strand von Trouville“, fd 33 111) jedoch auch die katastrophalen Folgen davon, was passiert, w

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