Deutschland. Ein Sommermärchen

Sportfilm | Deutschland 2006 | 110 Minuten

Regie: Sönke Wortmann

Sieben Wochen lang begleitete Sönke Wortmann das deutsche Fußball-Nationalteam während der Weltmeisterschaft im Sommer 2006. Hautnah beobachtet er Spieler, Trainer und Mitarbeiter und kompiliert aus Interviews, Impressionen und stimmungsgeladenen Szenen eine "Befindlichkeitsstudie" über junge Menschen, die angesichts einer gemeinsamen Aufgabe zusammenfinden und den Höhenflug ihres Erfolgs ebenso verarbeiten müssen wie ihr Ausscheiden im Halbfinale. Ein spielerisches, sehr emotionales "Dokument", das selbst am "Hype" um die zu Sympathieträgern werdenden Spieler beteiligt ist und auf unterhaltsame Weise jenes neue Selbstwertgefühl einfängt, das wie ein Funke aufs Land übersprang. - Ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Sönke Wortmann
Buch
Sönke Wortmann
Kamera
Frank Griebe · Sönke Wortmann
Musik
Marcel Barsotti
Länge
110 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 10.
Genre
Sportfilm | Dokumentarfilm

Heimkino

Die DVD überzeugt durch den Audiokommentars des Regisseurs zusammen mit dem Fussballer Bastian Schweinsteiger sowie durch das umfangreiche, kommentierte im Film nicht verwendete Material (105 Min.). Die Edition ist mit dem Silberling 2007 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Kinowelt (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Ende 1843 kehrte Heinrich Heine für wenige Wochen aus dem französischen Exil zurück: „Im traurigen Monat November war’s / Die Tage wurden trüber, / Der Wind riß von den Bäumen das Laub, / Da reist ich nach Deutschland hinüber.“ So begann ein Jahr später sein Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“, das in Preußen schon bald verboten und beschlagnahmt wurde. Sönke Wortmann dürfte nach seinem sommerlichen „Trip“ durch das Deutschland der Fußballweltmeisterschaft 2006 kaum mit solchen Anfeindungen rechnen. Sein filmischer Bericht über ein spektakuläres Sportereignis, vor allem über den „Hype“ um die junge, „so gänzlich andere“ deutsche Nationalmannschaft gilt als offizieller Dokumentarfilm mit den beiden Fußballverbänden FIFA und DFB als Partner, die jedoch keine aktive Funktion innerhalb des Projekts hatten, wie Wortmann betont. „Wichtig war ihre Bereitschaft, uns zu vertrauen und uns arbeiten zu lassen.“ Nun war bereits Heines satirischer Zungenschlag, der die Mächtigen im Staat so verstörte, im Grunde eher moderat, und auch Wortmanns mitunter recht zündende Pointen sind stets versöhnlich-affirmative Beschreibungen von Stimmungen und Befindlichkeiten sowie „Tugenden“ der Spieler, liebevoll kompiliert aus kleinen und kleinsten Impressionen. „Und da mag es wohl geschehen sein, dass die ernsten Töne mehr als nötig abgedämpft oder von den Schellen des

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