Komödie | Neuseeland 2006 | 94 Minuten

Regie: Toa Fraser

Ein neuseeländischer Familienclan mit Wurzeln auf den Fidschi-Inseln liefert sich anlässlich eines Familienfests (auch ernsthafte) Auseinandersetzungen, doch werden die Wogen von der Matriarchin, die keinen Zweifel an der Heiligkeit der Familie aufkommen lässt, immer wieder geglättet. Ein Ensemblefilm mit überzeugenden Darstellern, denen zuzusehen Vergnügen bereitet, deren Figuren jedoch durch ihre psychologische Eindimensionalität auffallen. Ein noch größeres Manko ist die oberflächliche Behandlung des Stoffs in einem Film, der Komödie und Familiendrama in einem sein will. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
NO. 2
Produktionsland
Neuseeland
Produktionsjahr
2006
Regie
Toa Fraser
Buch
Toa Fraser
Kamera
Leon Narbey
Musik
Don McGlashan
Schnitt
Chris Plummer
Darsteller
Ruby Dee (Nanna Maria) · Tuva Novotny (Danish Maria) · Mia Blake (Charlene) · Taungaroa Emile (Soul) · Tanea Heke (Aunty Cat)
Länge
94 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Komödie | Drama

Heimkino

Verleih DVD
Arsenal (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl., DD2.0 dt.)
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Diskussion
Familienfeste eignen sich nicht nur zum ausgelassenen Feiern, sondern bieten auch Anlass zu heftigem Streit. Jeder kennt das. Auch im Kino sind Feste nicht nur Schauplatz für versöhnliches Familienglück oder üppige Kochorgien – wie in „Babettes Fest“ (fd 27 217) und anderen „Ess-Filmen“ –, sondern ebenso für brodelnde Konflikte. Das Aufeinandertreffen vertrauter und gleichzeitig entfremdeter Menschen, die zwar eine gemeinsame Geschichte, aber kein Leben teilen, führt unter der Aufforderung zur „Harmonie“ häufig zum plötzlichen Ausbruch stillgelegter Empfindungen. In „Das Fest“ (fd 33 486) bot dieses Setting sogar den Hintergrund für eine radikale Demontage der bürgerlichen Familie. Abgründe wie in Thomas Vinterbergs Psychostudie werden in Toa Frasers Regiedebüt „No. 2“ jedoch nicht einmal ansatzweise gestreift. Das neuseeländische Ensemblestück lässt keinen Zweifel daran, dass die Familie ein he

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