Déjà vu - Wettlauf gegen die Zeit

Krimi | USA 2006 | 127 Minuten

Regie: Tony Scott

Bei der Obduktion einer Leiche, eines von mehr als 500 Opfern eines Bombenattentats auf ein amerikanisches Fährschiff, stellt sich heraus, dass die Tote bereits vor der Detonation starb. Da die Aufklärung des Attentats eng mit dem Rätsel der Frauenleiche zusammenhängt, begibt sich ein Ermittler dank neuester Computertechnologie in die jüngste Vergangenheit, um vielleicht sogar das Attentat zu verhindern und die Frau, in die er sich verliebt hat, zu retten. Spannend und effektvoll, aber recht naiv inszeniertes Fantasy-Abenteuer. Der Wunsch, die Zeit zurückzudrehen, deutet vage auf ein Trauma der US-Gesellschaft. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DÉJÀ VU
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2006
Regie
Tony Scott
Buch
Bill Marsilii · Terry Rossio
Kamera
Paul Cameron
Musik
Harry Gregson-Williams
Schnitt
Chris Lebenzon
Darsteller
Denzel Washington (Doug Carlin) · Paula Patton (Claire Kuchever) · Val Kilmer (Agent Pryzwarra) · James Caviezel (Carroll Oerstadt) · Adam Goldberg (Denny)
Länge
127 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Krimi | Fantasy

Heimkino

Die DVD enthält ein interaktives Feature ("Zeitfenster"), mit dem "Making of "-Sequenzen und Audiokommentare des Regisseurs in den Film eingeblendet werden können. Die Blue Ray DVD des Films enthält zudem ein Feature mit im Film nicht verwendete Szenen (13 Min.).

Verleih DVD
Buena Vista (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
„Oh when the Saints go marchin’ in“ – zu diesem Lied inszeniert der Film in einer knapp zehnminütigen, dialogfreien Eröffnungssequenz die Momente vor einem Attentat. Die in leichter Zeitlupe gehaltenen Bilder sind allzu „harmonisch“, kleine Kamerablicke und andere visuelle Bedrohungszeichen allzu deutlich gesetzt, als dass nicht sofort klar wäre, dass alles nur Vorgeschmack einer kommenden Katastrophe ist. Es folgt eine für Regisseur Tony Scott und seinen Produzenten Jerry Bruckheimer typische Ästhetik des Schreckens: die Explosion, durch den ausbreitenden Feuerball wirbelnde Körper, zerfetzte Leichen und Verwundete, die Tränen der Überlebenden. Nach einem Schnitt taucht der von Denzel Washington verkörperte Held auf, und die Geschichte beginnt. „True Romance“ (fd 30 632), alle Filme Scotts könnten so heißen. Nicht immer aber hat der seit fast drei Jahrzehnten in Hollywood arbeitende Brite ein so gutes Drehbuch zur Verfügung wie bei seinem gelungensten, von Quentin Tarantino geschriebenen Film aus dem Jahr 1993. Am besten ist Scott dann, wenn ein Script nicht allzu plotlastig ist, sondern eher eine Oberfläche formt, einen Raum für Atmosphäre und Lebensgefühl, in dem er sich dann austoben

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