Flags of our Fathers

Kriegsfilm | USA 2006 | 131 Minuten

Regie: Clint Eastwood

Die Geschichte einer Gruppe US-Marines, die am Ende des Zweiten Weltkriegs zum ersten amerikanischen Landungsunternehmen auf japanischem Boden gehören und die unwirtliche Vulkaninsel Iwo Jima einnehmen. Joe Rosenthals Foto vom Hissen der US-Flagge auf dem Eiland ist eines der berühmtesten Kriegsfotos und bildet die Klammer des Films, der auf einer anderen Ebene drei Soldaten begleitet, die die Szene in der Heimat nachstellen müssen, um die kriegsmüde Nation bei Laune zu halten und für Kriegsanleihen zu werben. Durch die verschachtelte Erzählstruktur hebt der Film die Linearität der Kriegs- und Kampfhandlung auf, hinterfragt die historische Wahrheit hinter vermeintlich bekannten Dingen und zeichnet das Psychogramm einer Nation. (Clint Eastwood konzipierte den Film als Gegenstück zu seinem zeitgleich inszenierten Film "Letters From Iwo Jima".) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
FLAGS OF OUR FATHERS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2006
Regie
Clint Eastwood
Buch
Paul Haggis · William Broyles jr.
Kamera
Tom Stern
Musik
Clint Eastwood
Schnitt
Joel Cox
Darsteller
Ryan Phillippe (John "Doc" Bradley) · Jesse Bradford (Rene Gagnon) · Adam Beach (Ira Hayes) · John Benjamin Hickey (Keyes Beech) · John Slattery (Bud Gerber)
Länge
131 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Kriegsfilm | Drama

Heimkino

Die Standardausgabe hat keine erwähnenswerten Extras. Die Collector's Edition (3 DVDs) enthält neben dem Hauptfilm zudem Eastwoods "Letters from Iwo Jima". Des Weiteren umfasst die Bonus-CD ein aus sieben Segmenten bestehendes "Making of" für beide Filme (100 Min.).

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Gleich zu Beginn gibt aus dem Off jemand zu bedenken, dass diejenigen, die am meisten vom Krieg zu verstehen glauben, in der Regel keine eigenen Kriegserfahrungen haben und nicht zuletzt deshalb die Welt gerne vereinfachend in „gut“ und „böse“ einteilen. Das lässt wohl nicht zufällig an die „Irak-Krieger“ in der amerikanischen Regierung denken, unter denen sich kein Veteran findet, die aber umso selbstgewisser von ihrem Krieg gegen „das Böse“ überzeugt scheinen. Dieser frühe und überraschend direkte Kommentar bleibt in Clint Eastwoods Film freilich die einzige Referenz an die Gegenwart. Anschließend scheint er schlüssige Lesarten geradezu konterkarieren zu wollen. Der Regisseur sowie seine Drehbuchautoren haben nämlich eine komplizierte Erzählstruktur gewählt, deren Logik sich nicht auf Anhieb erschließt. So ist, wenn gelegentlich weitere Kommentare aus dem Off eingesprochen werden, nicht immer gleich nachzuvollziehen, wer da spricht, und wenn die Handlung mehrfach zwischen unterschiedlichen Zeitebenen wechselt, wird der gen

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